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Grundschule und Mittelschule Deining

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Der demografische Aspekt

Der demografische Aspekt des Ganztagsbetriebes wird von Bürgermeister Alois Scherer zu Recht nicht außer Acht gelassen. Zusammen mit seinen Gemeinderätinnen und -räten strebt er durch Ausweisung attraktiver Baugebiete nach Wachstum in der Gemeinde. Der Vorteil liegt bei den Bürgern: Ärzte, Apotheke, Geschäfte und andere Einrichtungen, natürlich auch die Schule, bauen auf Wachstum.

Wohnortnahe Hauptschule

Auch bei den Überlegungen von Lehrkräften und Eltern stand der Erhalt der wohnortnahen Hauptschule stets im Vordergrund. Dabei geht es nicht um die Lehrkräfte, sondern ausschließlich ums Wohl der Schüler. Die verbeamteten Lehrkräfte würden ohne örtliche Hauptschule ihre Existenzgrundlage wohl nicht verlieren. Verlieren würden eher unsere Hauptschüler, die mit dem Bus in ein Schulzentrum befördert werden müssten, aber auch die Grundschüler, denn ohne Hauptschüler wäre unser Schulleben ärmer. Denken wir nur an die Pausenhofgestaltung. Unter dem Aspekt der Erziehung sagte unser Berufsberater: "Wenn ich das mit ... vergleiche, sind die Deinigner Hauptschüler in einer Klosterschule mit Universitätsabschluss". Hiermit drückt er genau aus, dass das positive Klima und das Lernumfeld in Deining für die weitgehend ländlich geprägten Schülerinnen und Schüler von Vorteil sind.

Gerade unseren Hauptschülern gibt die wohnortnahe Schule eine zweite Chance auf einen guten Bildungsabschluss. Der Schulleiter weiß wovon er spricht. Er war selber viele Jahre an städtischen Hauptschulen tätig und er war bereits in Deining, als er sich gegenüber der Kultusministerin Hohlmeier dafür einsetzte, Lehrkräften an städtischen Brennpunktschulen Stundenermäßigung zu geben, damit Zeit und Kraft für die Erziehung bleibt.

Nachteile vermeiden helfen 

Inzwischen sind einige Probleme aber längst auch in den ländlichen Schulen mit Stadtnähe angekommen. Günstige Baugebiete locken Eltern an, die jedoch - nicht zuletzt zum Erhalt des Lebensstandards und zur Abfinanzierung - beide berufstätig sein müssen. Nicht immer gelingt solchen Eltern dann auch noch konsequente Erziehungsarbeit. Es geht nicht an, solchen Eltern Vorhaltungen zu machen, sondern wir sind aufgefordert, Nachteile vermeiden zu helfen. Unsere Gesellschaft ist dringend auf diese Familien angewiesen, die sich für Kinder entscheiden. Darum kann man auch aus schulischer Sicht das Engagement der Gemeinde auf diesem Gebiet nur loben.

Die Volksschule Deining hat sich zur Mitarbeit bei dieser Problematik bereit erklärt, als sie im Jahr 2000 für Grund- und Hauptschüler Betreuungsangebote entwickelte. Inzwischen wurde die Qualität erheblich gesteigert. Jetzt kommt es darauf an, dass wir unsere Schule in diese Richtung weiter entwickeln, damit möglichst wenige dieser Kinder zu Verlierern in unserer Gesellschaft werden und der Übergang auf eine weiterführende Schule oder in das Berufsleben optimal gelingen kann.

 

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