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Grundschule und Mittelschule Deining

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Praktische Musik soll vor allem Freude bereiten   (zurück zum Bericht)
- Lernen erfolgt dann automatisch


Die Volksschule Deining setzt in vielen Bereichen auf den Lernwerkstattgedanken, nicht nur im Zusammenhang mit Kunst, Computer, Arbeitswelt, sondern seit vielen Jahren auch in Musik. Die musische Prägung der Schule ist kein Zufall.

Zur Präsentation der Methodik vor dem Seminar wählt der Referent eine Klasse, in der er normalerweise keinen Unterricht hat, so dass man keine lehrerspezifischen Arbeitstechniken bzw. Methoden voraussetzen kann. Außerdem soll sicher gestellt sein, dass kein Kind das Liedgut kennt. Der Lehrer wählt deshalb ein Lied, das seinen bisherigen Erfahrungen nach Schüler nur durch ihn kennenlernten. Damit kann die Wirksamkeit der vorgestellten Methoden am besten verdeutlicht werden. (Wenn es in fremder Klasse mit fremden Liedgut möglich ist, sollte es in bekannter Klasse mit bekanntem Lied erst recht funktionieren).
"Liedtext" von Mexico River zum "Abschreiben".
Aufgezeigte Sequenz
 

1. Stunde:

 

Einstieg:

Liederarbeitung


Stimmbildung


Die Stimmbegleitung zu „I like the flowers“ mit dem harmonischen Lauf  C a F G wird in verschiedenen Tonarten von einer sehr tiefen bis in eine hohe Lage gemeinsam gesungen.

Die Seminarteilnehmer sollten die Melodie drauf setzen.


Begegnung:

 

Mexico River

Davon ausgehend, dass keinerlei Instrumente in der Schule vorhanden wären, wird in der 5. Klasse ein Lied erarbeitet. Nach etwa 20 Min können ziemlich alle Kinder die drei Strophen auswendig mitsingen und tun dies gerne.

Die Erarbeitung des Liedes erfolgt lehrerzentriert, der Lehrer
– ausgestattet mit Gitarre – trägt das Lied einmal vor.

 

Aussprache:

Das romantische „Cowboylied“ gefällt den Schülern. Im kurzen L-S-G wird deutlich, dass das Lied als schön empfunden wird, obwohl es weder heiter noch lustig ist.

Es gibt Lieder (aber auch Vorgänge – z.B. 1. Hl. Kommunion), die sehr schön sind, ohne lustig zu sein.

(Vertiefung des Gesprächs z.B. in Deutsch – feierlich, stimmungsvoll, romantisch -  bis hin zum Thema „Tod“ usw.)

 

Liederarbeitung:

Der Liedtext wird weiterhin im L-S-G, besser gesagt im gemeinsamen Singen erarbeitet, wobei gleichzeitig zur Visualisierung, durch sehr flottes, karikierendes Zeichnen des Lehrers an der Tafel, die Signalwörter zu den Strophen der Reihe nach entstehen. (Pro Strophe nicht mehr als drei Zeichnungen).

Die Erarbeitung zeigt, dass der Text mit Melodie gesungen besser erinnert wird, als ein gesprochener Text (ein Schüler z.B. begann - bezeichnenderweise - sogar beim Rezitieren zu singen – vgl. Erkenntnisse der Hirnforschung).

Stolperstellen im Reim werden in gesungenen Schleifen solange wiederholt, bis sie mehrheitlich richtig gesungen werden.

Schüler(innen) erkennen die Einfachheit der Zeichnungen bei gleichzeitig hohem Erkennungswert der Inhalte und erfahren, worauf es beim Zeichnen ankommt, um das jeweils Spezielle zu identifizieren.

(Dass die Schüler(innen) die Zeichnungen gut nachvollziehen können, und auch Gefallen am Zeichnen finden, wird deutlich, wenn sie die Tafelbilder ins Heft übertragen. Erfahrungsgemäß bemühen sich die Schüler beim Abzeichnen und sind sehr lernbegierig.)

Im Normalfall würde der Lehrer während des Eintrags das Lied leise spielen oder vom Computer spielen lassen. Jedoch bricht er an dieser Stelle ab, um für das Seminar den Fortgang der Musikeinheit aufzuzeigen.

 




 
Tafelbild außen: Auch andere Bereiche lassen sich unkompliziert und ohne künstlerische Ambitionen leicht zeichnen. Der Trick ist stets die querliegende Tafelkreide! Links - eine Gruppe von Menschen; Rechts - Liedtext: "S´ Dirndl hot Gäns außetrieb´m, san´s über Nacht drauß´n blieb´m. Wann i meine Gäns wieder hätt´, s´Dirnderl bräucht i net."
2. Stunde
 
 
 
 

Harmonielehre

Die 25 Schüler(innen) werden in Dreiergruppen auf die Xylophone im Musikraum verteilt. Weitere Schüler werden an Bassklangstäben platziert.

Der Lehrer gibt jedem Kind zunächst eine Nummer ( 1er, 3er oder 5er) und dann Namen (Grundton sprich Prim, Terz und Quint).

Zunächst spielen alle 1er das c. Es folgen die 3er mit e und die 5er mit g. So erklingt der C-Dur-Dreiklang. Analog wird später mit F-Dur und G-Dur verfahren.

Nun sind die Kinder in der Lage, das vorher gelernte Lied mit den Dur-Dreiklängen in C-Dur zu begleiten. Im Umgang mit modernen und oft sehr preiswerten Keybaords kann man mittels der "Tranpose-Funktion" bereits alle Tonarten begleiten.

Diese Fähigkeit genügt in der Regel, einen großen Teil des Liedgutes der Schule musikalisch zu begleiten. Umkehrungen der Dreiklänge werden leicht "begriffen", wenn der Grundton-Spieler seinen Platz von ganz links nach ganz rechts tauscht, die beiden anderen Spieler bleiben wo sie sind. Genauso unkompliziert  begreifen die Schüler aber auch den Aufbau von Parallelen Moll-Dreiklängen. Die Quint wird zur Sext, alternativ alle Töne wandern eine Terz tiefer.

Eine kurze Übung mit dem Lied "Ein Männlein steht im Walde" verdeutlicht den Harmonischen Unterschied von Dur und Moll.

Spätestens, wenn parallele Moll zur Verfügung stehen, können auch anspruchsvollere Lieder durch die Schüler mit Instrumenten gespielt werden. So weit möchten wir gerne alle unsere Musik-interessierten Hauptschüler fördern. Um ggf. Bläser in den "Klangteppich" einbinden zu können, hängt ein großer "Rechenschieber" als Transponierhilfe an der Wand.

 

Zur Visualisierung (Dirigieren) zeigt der Lehrer C-Dur in der Mitte, F-Dur unten und G-Dur oben.

Alternativ: Weniger anspruchsvoll (im vorgestellten Beispiel mussten alle Kinder alle Dreiklänge spielen) wäre es, den Kindern Klangstäbe abzunehmen, so dass nur für den jeweils passenden Dreiklang die Stäbe aufliegen. Also: Eine Gruppe hat nur C-Dur auf dem Xylophon, eine andere nur F-Dur und eine Dritte nur G-Dur.

Der Dirigent zeigt dann jeweils auf die Gruppe, die in der jeweils richtigen Phase des Liedes Töne anschlägt.

 
Der "Rechenschieber" an der Wand im Hintergrund (Marke Eigenbau) dient als Transponierhilfe, wenn Schüler mit Blasinstrumenten eingebunden werden (B-Klarineten und Trompeten oder Es-Saxophon).
Schlagzeug und Baß sind die halbe Miete bei einer Combo, sagt der Referent
3. Stunde
 
 
 
 
 
Dirigent Computer
parallel Lehrer
zeigt an ver­schiedenen Instrumenten, was zu spielen ist.

Die Klasse als „Schulband“


Unterstützt vom Computer mit vorbereitetem Midi-file musizieren Schüler arbeitsteilig an allen verfügbaren Instrumenten des Musikraumes.

Das Midi-file läuft in einer Schleife - Loopfunktion
(z.B. nur die ersten beiden Takte)

Der Lehrer beginnt Schüler(innen) – Musikalität schadet nicht, weil Schlagzeug und Baß die „halbe Miete“ einer Band sind – ans Schlagzeug zu setzen. Alle Midi-Spuren, bis auf die Base-Drum sind stummgeschaltet.

Die beiden Schüler(innen) am Schlagzeug spielen den Groove der Base-Drum nach bzw. mit. Der Lehrer weist auf richtige Spieltechnik hin - ( z.B. Base nicht mit dem Fußgelenk, sondern mit der Kraft im Oberschenkel; Trommel nicht abdämpfen, Claves in die hohle Hand usw.)

Nun wird die Snare-Drum des Midi-files zugeschaltet. Entweder weitere Schüler oder, falls leistungsfähig, die eben platzierten zwei, spielen nun auch die Snare-Drum nach bzw. mit.

Schritt für Schritt werden alle Teile des Orchesters zugeschaltet und für die jeweils an unterschiedlichen Instrumenten agierenden Schüler erklärt.

Melodie am Keyboard, Begleitung an Xylophonen und Gitarre, ein Off-Beat an Percussion, bis hin zu einer zweiten Stimme bei der Melodie.

Alle eingewiesenen Schüler musizieren fortwährend, der Lehrer gibt nur noch kurze Tipps und Korrekturen und stellt den Computer irgendwann mit dem mehrfachen Hinweis „Bitte weiterspielen !“ einfach ab. Die Schüler musizieren gemeinsam das Lied und vermissen den Computer nicht mehr.

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Die Teilnehmer spielen selbständig, geleitet durch den Computer.
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Aktiv_erlebte_Musik_macht Freude
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Arbeitsteilig an vielen Instrumenten

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