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Grundschule und Mittelschule Deining

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Unser wichtigstes Anliegen ist es, die Schüler zu eigenverant- wortlichem Handeln zu befähigen. Das beginnt mit dem täglichen Bestellen des Essens, setzt sich im Unterricht im Lernwerkstattgedanken und der direkten Leistungsvorlage fort und endet mit der Planung der Aktivitäten am Nachmittag. Dafür bedurfte es einiger Organisationsinstrumente, die wir - da nicht vorhanden oder zu teuer - selber erfunden haben.

In Zusammenarbeit mit der Leitung der Deininger Ganztags- betreuung und dem Vorstand des Trägervereines mit seinem Vorsitzenden, Norbert Schwarz, erarbeiteten Dipl.Soz.Päd. Christian Plötz, Werkstattleiter Karl Kohn und der Schulleiter eine Schaukastenumgestaltung zum Förder- und Freizeitplan (FFP). Christian Plötz hatte dazu eine ausgezeichnete Diplomarbeit verfasst und erhielt in Anerkennung dafür, vorgeschlagen von seinem Professor, den Förderpreis der Barmherzigen Brüder in Reichenbach. Der wöchentlich aktualisierte Plan hängt im Eingangsbereich der Schule. Damit ist er beim Betreten und Verlassen des Hauses von Schülern, Lehrern, Betreuern und Eltern jederzeit gut einsehbar.

Künftig können Schüler mit ihrer Lehrkraft und/oder der Betreuerin/dem Betreuer den Nachmittag von Unterricht über Hausaufgaben bis zu den täglich variierenden Freizeitmaßnahmen planen. Es entsteht Übersichtlichkeit für alle Beteiligten. Statt Piktogrammen wurden kleine Fotos mit Motiven aus solchen Maßnahmen und einem Kurzkomentar auf 6x6 cm große Kärtchen gedruckt und laminiert. Auch Grundschüler können so die Angebote ohne große Leseanstrengung "entziffern". Dargestellt werden sollen Nachmittagsunterrichte, Arbeitsgemeinsachaften, Projekte, Nachhilfeangebote und natürlich die Freizeitfördermaßnahmen. Für die Vorschau hängt auch der Plan für "Nächste Woche" neben der aktuellen Tafel. Zum Wochende werden die beiden Tafeln einfach ausgetauscht und die von der abgelaufenen Woche entleert. Lehrkräfte und Betreuer werden so an ihr Angebot für die kommende Woche erinnert und füllen sie wieder auf. Für Unterrichte und AGs, die wöchentlich immer zur selben Zeit stattfinden, gibt es zwei Kärtchen, so dass sie nicht wöchentlich umgehängt werden müssen.

Die Vorerwägungen:

Im Zentrum der Planung dieser Maßnahmen standen immer die Fragen: „Was macht Freude?“ und „Was kann der Einzelne dabei lernen?“. Wir erkennen: Gezielte Förderung stärkt das Selbstwertgefühl und ein gemeinsames Erfolgserlebnis mit dem Betreuer stärkt das Vertrauen. Die Bereitschaft der Ganztagsschüler, die vom Betreuer gestellten Aufgaben und Verhaltenserwartungen zu erfüllen, erhöht sich.

Es drängte sich auf, Betreuer mit Fußballtrainern zu vergleichen: Setzt ein Trainer die Spieler, je nach deren Stärken, auf die richtigen Positionen, führt das zum gemeinsamen Erfolg und bewirkt, das die Anweisungen des Trainers künftig noch besser umgesetzt werden. Ein guter Trainer wird Defizite erkennen, durch strategische Maßnahmen abzumildern versuchen und über ein sorgfältig erarbeitetes Trainingsprogramm die Stärken seiner Spieler zur vollen Entfaltung bringen, also zu fördern. (Im allgemeinen Sprachgebrauch, auch in der freien Wirtschaft und nicht nur in der Pädagogik hat sich statt des Begriffes „Defizit“ der Begriff „Förderbedarf“ etabliert.)

Ähnlich geht ein Betreuer die Ausgestaltung eines Förderprogramms für die einzelnen Schüler in Monats- und Jahresplänen an. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass das Freizeitprogramm zu den wesentlichen Bausteinen der Förderung gehört. Die Absicht des Förderplanes besteht deshalb darin, diese beiden Komponenten (Förderung und Freizeit) zu verbinden und in einer überschaubaren, für alle Beteiligten gut einsehbaren und verständlichen Planung darzustellen. Dabei kommt es darauf an, im sogenannten Förder- und Freizeitprogramm, künftig „FFP“ genannt, statt in Monaten in Wochen zu planen und ein methodisches Instrumentarium zur Verfügung zu stellen, welches zu Ideen anregt, zu Teamarbeit beflügelt und Variationen bzw. Ergänzungen des Programms ohne großen Aufwand ermöglicht. (vgl. Diplomarbeit von Christian Plötz)

Wichtigstes Anliegen:

Das Wichtigste Anliegen unserer FFP-Idee ist die - so weit wie möglich - selbstverantwortete Gestaltung des Tagesablaufes durch den Schüler. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Schüler um 11.30 Uhr oft noch nicht abschätzen konnten, wie der weitere Tagesablauf aussehen könnte. So wurden manchmal zwei Stunden der Mittagspause einfach vertrödelt, auch nicht bewusst als Freizeit erlebt. Irgendwann am Nachmittag kam dann für Schüler Stress auf, weil wichtige Aufgaben noch nicht erledigt waren und sie trotzdem an einem Freizeitangebot teilnehmen wollten.
Die Betreuer(innen) sprechen sich deshalb mit den Lehrkräften über Fördermöglichkeiten einzelner Schüler ab. So weiß der Betreuer, welche wichtigen Probearbeiten anstehen und auch, in welchen Fächern bestimmte Schüler intensiver arbeiten müssen, wenn sie erfolgreich abschneiden wollen. In solchen Fällen, etwa bei Problemen in Mathematik, werden Tutorensysteme über Mitschüler organisiert oder ggf. sogar stundenweise Förderkräfte (z.B. Gymnasiasten oder Nachhilfekräfte) zugekauft. Die Lehrkräfte und Betreuer wissen aber auch, für welche Schüler die Förderung von sozialen Kompetenzen wichtig sind. Für sie setzen wir gezielte Maßnahmen der Freizeitpädagogik ein. Mut und Selbstvertrauen können z. B. gut gefördert werden bei Maßnahmen wie Surfen, Wasserschi, Kanu oder Klettergarten.

Weitere Förderangebote und Freizeitideen zur Gestaltung des Nachmittags:

Alle_Angebote wurden bereits durchgeführt. Sicher werden sich Betreuer weitere neue Maßnahmen ausdenken
und auch manche AG wird sich verändern. Die Musiklehrkräfte z.B. teilen über den FFP den Schülern mit, ob Schlagzeuger oder Bläser in dieser Woche dran sind.
     vgl.  weitere Konzepte
die kleinen Freuden des Alltags
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