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Jugendhilfe und Schulsozialarbeit an der Ganztagsschule |
Auf Bitten des Schulleiters fand am Dienstag eine ausführliche Besprechung zwischen Jugendhilfe und Schule statt. Michaela Bauer, Dipl. Soz.Päd, vom Jugendamt im Landratsamt Neumarkt besuchte von 11:00 bis 17:00 Uhr unsere Schule. Zunächst ließ man sich eine Stunde lang von Schülern verschiedene Arbeitsfelder unserer Schule vorstellen. Schwerpunkte waren natürlich sozialpädagogische Maßnahmen wie BOK, Oase, Musik-AGs und weitere Lernwerkstätten. Anschließend besichtigte man den Ganztagsbetrieb während der Mittagspause.
Danach besprach sich die Vorstandschaft des Trägervereins (Norbert Schwarz, Brigitte Michael-Steindl, Michael Palmer und Evy Haberstroh) mit der Vertreterin des Jugendamtes und daran anschließend der Schulleiter Heinz Lang, unterstützt von Maria Wolf, die neben der Betreuung auch an der verwaltungstechnischen Abwicklung des Ganztagsbetriebes arbeitet.
Leider hat das Kreisjugendamt nach einjähriger positiver Zusammenarbeit mit der Ganztagsschule alle Fördermaßnahmen beendet. Ca. 8000 € für alle Fördermaßnahmen an der Schule waren offensichtlich zu hoch. Hilfe zur Erziehung wird - angeblich aus Kostendämpfungsgründen - nur noch in Kooperation mit den vorher schon kooperierenden Partnern den Jugendamtes (private Anbieter) genehmigt, die ihrerseits aber nur beschränkte Kapazitäten anbieten können und die beim Förderverein beschäftigten Diplom (Sozial-) Pädagogen erhalten ebenfalls keine Klienten mehr. (Stand Juli 2006)
Dabei hatten die Minister vorgelegt
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| Michaela Bauer (rechts) und Mitarbeiter im Ganztagsteam |
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Die Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe wurde durch die Bildungsminister der Bundesländer einerseits und durch die Jugend-(Sozial-)minister der Bundesländer andererseits neu definiert. Den Ganztags- schulen kommt demnach im Hinblick auf Schulsozialarbeit eine erhöhte Bedeutung zu. Ein gemeinsames umfangreiches Protokoll der Sozialminister vom Mai 2004 und der Kultusminister vom Juni 2004 stellt diese Zusammenarbeit auf sehr tragfähige und völlig neu überarbeitete Füße. Katja Arzt, unsere Dipl. Soz.Päd. von der Ganztagseinrichtung, hat die wesentlichsten Sätze dieser gemeinsamen Arbeitsgrundlage im Exzerpt vorgelegt. (Weitere Info dazu) (GTS.org)
Prinzip: Unterstützung und Gegenseitigkeit
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| Mittagsbetreuung mit Eltern im Schülercafé |
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Es wird überdeutlich, dass Zusammenarbeit hier als gegenseitige Unterstützung definiert wird, wobei selbst an bisher sehr ehernen Grund- festen gerüttelt wird. Bei Krisenintervention kann es demnach nicht sein, dass der Informationsfluss in die eine oder andere Richtung etwa durch Beschränkungen des Datenschutzes oder durch einseitiges Beharren auf bestimmten Behördenstrukturen stockt. Die Minister machen auch bei der Finanzierung von Fördermaßnahmen sehr deutlich, dass es ihnen relativ egal ist, welchen finanziellen Ursprungs (Fördertopf bzw. §§) die eingesetzten Fördergelder sind, wenn sie nur wenigstens da ankommen, wo die Not (Förderbedarf) am größten ist.
Im vergangenen Jahr
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| Informatik und Computerwerkstatt |
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Mit dem Leiter des Jugendamtes, Herrn Pruy, und der Sachbe- arbeiterin für Deining, Michaela Bauer, hat die Zusammenarbeit bisher hervorragend geklappt. Unkompliziert und hilfreich wurde im vergangenen Schuljahr in vielen Fällen konkret Untersützung gewährt bis hin zu Erziehungsbeistandschaften. Im Gespräch wurde klar, dass der direkte Kontakt und direkte Rückfragen Irritationen verhindern helfen, jedenfalls geht die Kommunikation über die Eltern als Boten erfahrungsgemäß schief. Als wichtigste Botschaft wollte der Schulleiter transportiert haben, dass die Deininger Ganztagsschule das Ergebnis des hohen freiwilligen Engagements vieler Lehrkräfte ist, die dafür keinen Cent mehr verdienen. Auch die zusätz- lichen Mitarbeiter am Nachmittag werden nur stundenweise bezahlt und sind dennoch weit über das Maß engagiert. Dies möchte man natürlich im gemeinsamen Umgang spüren. Leider wurde diese Unterstützung aus finanziellen Gründen mit dem Schuljahr 2006/2007 zurückgenommen. Bedürftige Kinder bzw. deren Eltern können sich weder Essen noch Betreuung leisten.
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| Jakob vom Berufsorientierungskurs erklärt Frau Bauer den Einbau der Türe zur BOK-Werkstatt |
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Zum Weiterlesen:
"Das Thema ist hochaktuell und von elementarer Bedeutung für die Bildungspolitik in Deutschland", sagte Petra Jung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in ihrem Grußwort zum Auftakt der Bundesfachtagung "Niemanden zurücklassen! Integration durch Schulsozialarbeit an Ganztagsschulen"(Ende September 2005, Reklinghausen). Doch frühe und individuelle Förderung, "ist nur möglich, wenn eine Vernetzung zwischen Schule und Jugendhilfe geschieht." Und die sollte die Jugendhilfe als gleichberechtigten Partner der Ganztagsschulen mit einbeziehen. Schule und Jugendhilfe, so viel wurde auf der gut besuchten Bundesfachtagung in Recklinghausen deutlich, lassen sich auf vielfältige Art und Weise für ein gemeinsames Ziel zusammenbringen: für eine bessere Integration der jeweiligen Seite durch Vertrauen, statt durch bloße Machtspiele, denn "Kontrolle ist gut, aber Vertrauen ist besser", so die Finnin Jauhianinen unter großem Applaus.
spinnenwerk.de/ Schulsozialarbeit/Jugendhilfe Medienkiosk GT-schulen.org (Merker)
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So_assoziiere ich, geboren aus einer heftigen Diskussion mit einer Schulsozialarbeiterin, die Stellung und Position der SSA die eines Elementes von außen, das anfänglich vielleicht störend sich einbettet, umwoben und umworben wird, sich dadurch verändert, sich anpasst, wertvoller Störer wird und insgesamt der Muschel Schule ein anderes Gesicht gibt, angereichert, wertvoller, begehrter und doch schmerzt die Aufnahme das Vorhandene, wird erst im Laufe der Zeit liebgewonnenes Eigenes.
(Auszug aus einem Aufsatz im Online-Handbuch - "Die Sicht der Sozialarbeit in Schulen" von Hubert Jall)
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