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Hier wollen wir noch die beruflichen Anschlüsse betrachten. Was nützt schließlich der Quali oder der Hauptschulabschluss, wenn er nicht zu einem gelungenen Anschluss im Berufsleben führt. In unserer Wirkungsforschung zu Fördermaßnahmen fragen wir uns z.B., ob unsere umfangreichen Maßnahmen zur Berufsfindung und die zahlreichen Praktika in der 8. Klasse hier Einfluss haben könnten. Die drei Graphiken zeigen, wie unsere Schüler zu ihren Berufswünschen und schließlich zu ihren Lehrstellen kommen. Im rechten Kreis erkennt man, dass zur Schulentlassung im Jahr 2005 von den Schülern 60% eine Lehrstelle hatten, 10% besuchen weiterhin eine andere Schule (z.B. Haus St. Marien) und 30 % (sechs Schüler) eine Maßnahme des Berufsförderzentrums. Ein BFZ-Schüler weiß, dass er eine Lehrstelle hat, die er aber erst nächstes Jahr antreten darf. Fünf Schüler ohne Lehrstelle ist für Deining ungewöhnlich hoch, drei davon mit Quali. Obwohl Lehrer und Schulleiter das ganze Jahr hindruch massiv eingegriffen und gedrängt haben, für zwei Schüler sogar erfolgreich vermittelt haben, was ... ... im mittleren Kreis sichtbar wird. In dieser Graphik werden nur die Lehrstelleninhaber erfasst und die Frage beantwortert, wie sie zu dieser Stelle gekommen sind. Bei 5 Schülern hatten die Eltern Kontakte zum Lehrherrn, was auch zu einer Praktikumsstelle führte, bei 2 Schülern haben der Lehrer und der Schulleiter erfolgreich vermittelt, bei 4 Schülern gelang es über das Arbeiten auf Probe und bei 6 Schülern war die Lehrstelle Folge des Praktikums in der 8. Klasse. Im linken Kreis wird erklärt, wie es beim Schüler überhaupt zu einem Berufswunsch kam. 60 % der Schüler gefiel der Beruf während des Praktikums, 20 % hatten vorher klare Berufsvorstellungen und fanden diese im Praktikum bestätigt und bei nur 20 % der Schüler waren es andere Faktoren (z.B. Lehrstelle, die nicht dem Berufswunsch entspricht). Fazit des Klassenleiters:
Fast kein Betrieb stellt mehr Lehrlinge ein, ohne diese vorher persönlich während eines Praktikums oder bei einem "Arbeiten auf Probe" kennen zu lernen. Dass die Eltern im Betrieb tätig sind, spielt bei der Auswahl der Lehrlinge nur eine untergeordnete Rolle, trägt aber maßgeblich zur Findung einer Praktikumsstelle im Betrieb bei, was dann oft auch zu einer Lehrstelle führt. Das Vorlegen eines Abschlusszeugnisses allein - sei es Quali oder Hauptschulabschluss - genügt in keinem Fall. Viel wichtiger ist den Betrieben, sich selbst ein genaues Bild der Arbeitsleistung und der Motivation der zukünftigen Lehrlinge zu machen, warum sie den Beruf erlernen wollen und ob zu erwarten steht, dass sie die Ausbildung erfolgreich abschließen werden. Viele zukünftige Lehrherrn wollen auch das familiäre Umfeld des Lehrlings kennen.
Es fällt auf, dass in diesem Jahr die Bundesagentur für Arbeit in keinem Fall zur Vermittlung einer Lehrstelle oder auch nur eines Praktikums beitragen konnte. Die bereitgestellte Literatur und auch das sehr gute Arbeitsmaterial wurden in der Klasse intensiv genutzt und alle Besuchs- und Beratungsmöglichkeiten wurden wahrgenommen. 05-07-11, Norbert Schwarz
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