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PISA-News: dpa-Meldungen zu PISA

03.03.2003
Neuer PISA-Bericht: Lehrer machen krasse Unterschiede bei Noten

Berlin (dpa) - Zwischen den deutschen Schulen klafft nicht nur ein großes Leistungsgefälle. Auch die Lehrer machen krasse Unterschiede bei der Notenvergabe. So kann ein Gymnasiast für dieselbe Leistung in Mathematik in einem Fall die Note 1 oder 2, im anderen Fall eine 4 oder gar 5 erhalten. Dies geht aus dem dritten, noch unter Verschluss gehaltenen PISA-Testbericht der Kultusministerkonferenz hervor. Der Bericht liegt der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor. Die Unterschiede gehen quer durch alle Schulformen und Bundesländer.

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PISA-NEWS: www.skh.de/pisa
SchülerInnenkammer Hamburg



Neue Mängel in PISA Bericht


/thumbs/pisa__1.jpg/thumbs/pisa__2.jpgNun sind wieder mal neue Mängel im Programm for International Student Assenssment, kurz PISA-Studie aufgedeckt worden. Für ein und dieselbe Leistung in Mathematik kann ein Gymnasiast, so wie es aussieht, eine 1 oder auch eine 5 bekommen. Das geht aus dem dritten PISA-Testbericht hervor. Die PISA-Auswertung bestätigt damit frühere Untersuchungen, nach denen Zensuren auch in Mathematik ein subjektives Lehrerurteil darstellen - abhängig unter anderem von der sozialen Herkunft des Schülers.

Deutsche Viertklässler haben beim internationalen Grundschul-Lese-Test IGLU den elften Rang belegt. Dies berichtete die in Berlin erscheinende Zeitung "Die Welt". Die Kinder landeten damit im internationalen Vergleich im vorderen Drittel. Insgesamt beteiligten sich 35 Nationen an dem Test. Die ersten drei Plätze gingen an Schweden, Großbritannien und die Niederlande. Die Studie soll am 8. April offiziell vorgestellt werden. Nach den Informationen der Zeitung gibt es zwischen den ersten drei Plätzen und dem großen Mittelfeld, in dem sich auch Deutschland befinde, einen relativ großen Abstand und damit auch ein deutliches Leistungsgefälle unter den Schülern.

Die Kultusminister wollen nach der dritten PISA Studie ihr Reformtempo erhöhen. Die mit der Untersuchung offenkundig gewordene Beliebigkeit bei der Notenvergabe unterstreiche die Notwendigkeit der neuen gemeinsamen Bildungsstandards in allen Bundesländern. Es wird mit einem solchen Bildungsstandart für das Schuljahr 2004/2005 gerechnet, dies ist weitaus früher als geplant. Entscheidungen sollten jedoch nicht voreilig getroffen werden; Reformen einzuführen und nach Probelauf noch einmal zu überarbeiten schadet unter umständen den Schülern und Schülerinnen mehr als man annimmt; unternommen werden muss jedoch etwas.

Der Trend der Zeit geht zunehmen in selbständiges Arbeiten. Der Lehrer ist in naher Zukunft kein Allwissender mehr, viel mehr trägt er nur noch eine Moderatorrolle, so Brigitte Keuchel vom Landesinstitut für Schule und Ausbildung (A). Computer und Internet verschaffen den jungen Menschen oftmals mehr wissen über Details als Lehrer haben. Keuchel: «Viele denken, dass zwischen PC und PISA keine Beziehung bestehe.» Aber auch bei der Internetrecherche müssten Texte gelesen, verstanden und bewertet werden. Somit käme man einer wichtigen PISA-Forderung nach und fördere die Lesekompetenz, sagte Keuchel. Sowohl Buch als auch Computer hätten im Unterricht ihre Berechtigung.

05-08-06 lg Kopie von http://www.der-gentleman.de/artikel88.html

offizielle PISA-Seite : http://www.mpib-berlin.mpg.de/pisa/
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