Links  
  Kontakt  
  Registrierung  
  Impressum  
Logo

Grundschule und Mittelschule Deining

Der Deininger Igel
  Das sind wir  
  Termine  
  Archiv  
  i-NET/Essen  
  A-Z  
  Lernen  
Gehirnforschung und Lernen (Kopie der Seite von 3sat.de)

Fernsehen ist für Kinder schädlich
Bei Spitzer (Vater von 5 Kindern)
gibt es kein Fernsehgerät

Die besonderen Chancen durch Musik im
Zusammenhang mit dem Lernen
Die aktuellen Erkenntnisse der Neurowissenschaften und ihre Folgen stehen im Mittelpunkt dieser "Bühler Begegnung“ aus dem Friedrichsbau in Bühl. "Ist der Mensch ein Sklave seines Gehirns?“ fragt Professor Peter Voß den Psychiater, Philosophen und Hirnforscher Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer von der Universität Ulm . Seit einigen Jahren führen die Entdeckungen von Neurowissenschaftlern immer wieder zur Diskussion: Sind wir wirklich frei oder ist der freie Wille reine Illusion? Wer könnte zu dieser Frage fundierter Auskunft geben als einer der renommiertesten deutschen Hirnforscher.


Die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung lassen vieles in neuem Licht erscheinen, regen aber auch zu kontroversen Debatten an. So wurde in einer großen Tageszeitung von Neurowissenschaftlern, Psychiatern, Philosophen und Theologen wochenlang ein Diskurs über den freien Willen geführt. In der Diskussion über das richtige Lernen in Folge die PISA-Studie machten Hirnforscher, darunter auch Professor Manfred Spitzer, deutlich, dass das bisherige schulische Lernen den Funktionen des Gehirns nicht entspricht – die positiven Gefühle, das Glück, das ein Lernerfolg und das eigene Entdecken neuer Wege in unserem Gehirn auslöst, werden nicht ausreichend berücksichtigt. Das Glücksgefühl lenkt unser Gehirn – und damit unser Handeln.


Spitzer (2005) Geist und Gehirn. TR-Verlag, M.
Spitzer (2005) Geist und Gehirn. TR-Verlag, M.
Neue Studien aus der Hirnforschung zeigen überdies, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen beruflichem Erfolg und der Lebenserwartung von Menschen. Wichtige emotionale Ereignisse können sich laut jüngsten Untersuchungen auf die Lebenserwartung auswirken, sowohl positiv als auch negativ. In diesem Zusammenhang bekommt die Frage, was Glück im Leben eines Menschen bedeutet und was einen Menschen glücklich macht, eine ganz andere, noch existenziellere Bedeutung.

Manfred Spitzer betont in diesem Zusammenhang die positive Wirkung von Musik. Das besondere an Musik ist, dass sie Menschen auf einer tiefen Ebene bewegt. Besonders bemerkenswert ist dabei die Verbindung zwischen kindlicher Entwicklung und Musikhören bzw. Musizieren: Sowohl die aktive, als auch die passive Beschäftigung mit Musik fördert die geistige und sogar die körperliche Entwicklung. Die positiven Emotionen, die durch Musik ausgelöst werden, sorgen z. B. dafür, dass Dinge leichter und intensiver gelernt werden. Darum sollte nach Spitzers Überzeugung die Beschäftigung mit Musik auch bzw. gerade in der Kindheit einen wichtigen Stellenwert einnehmen.

Was bedeuten die Erkenntnisse der Hirnforschung generell für das tägliche Leben? Führt das Gehirn den Menschen "an der Leine“? Oder führt vor allem das eigene Erobern der Welt, die Erfahrungen, zu den Entscheidungen die der Mensch (oder sein Gehirn) täglich trifft? Kann der Mensch selbst bestimmen, wie sein Leben verläuft?

Manfred Spitzer, geboren 1958, hat in Freiburg Medizin, Psychologie und Philosophie studiert. In der südbadischen Universitätsstadt bildete er sich zum Psychiater weiter und schloss 1989 seine Habilitation im Fach Psychiatrie ab. Anschließend arbeitete er sieben Jahre lang als Oberarzt an der psychiatrischen Universitätsklinik in Heidelberg. 1997 übernahm Spitzer den neu eingerichteten Lehrstuhl für Psychiatrie der Universität Ulm und seit 1998 leitet er die angeschlossene Psychiatrische Universitätsklinik. Im Jahr 2004 gründete Spitzer das "Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen“ an der Universität Ulm. Aktuelle Veröffentlichungen: "Nervensachen. Geschichten vom Gehirn (2005)“; "Vorsicht Bildschirm! Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft“ (2005)

Buchvorstellung
Manfred Spitzer, Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm, Professor für Medizin, Diplompsychologe und promovierter Philosoph hat - angeregt durch seine Erfahrungen im Baden-Württembergischen Bildungsrat und als Experte bei einer Anhörung zur PISA-Studie im Bundesrat - dieses Buch für einen breiten Leserkreis von Menschen geschrieben, die mit Lernen und Lernenden zu tun haben: Eltern, Lehrer, Schüler, Bildungspolitiker und alle, der seine Lernmaschine im Kopf verstehen und einsetzen möchte.
Spitzers Buch ist ein Plädoyer gegen Vorurteile: "Schüler sind nicht dumm, Lehrer sind nicht faul und unsere Schulen sind nicht kaputt. Aber irgendetwas stimmt nicht." Träumen wir nicht alle immer noch vom Nürnberger Trichter, der uns Lernen ohne Mühe verheißt, uns alles eintrichtert, was wir hören? Aber was wäre, wenn unser Gehirn tatsächlich alles so aufnehmen würde wie der Nürnberger Trichter, wenn auch aller Unsinn, den wir hören, gelernt würde? Was wäre, wenn wir Fremdsprachen im hohen Alter so leicht lernen würden, wie wir als Kinder die Muttersprache lernen? Und warum ist es gar nicht zu bewerkstelligen, Lernen aus dem Leben zu verbannen? Und wenn Lernen unvermeidliche ist, gibt es dann so etwas wie eine Gebrauchsanleitung zur Lernmaschine in unserem Kopf? Spitzer's Buch kann als Ansatz dazu gelesen werden.
Lernen
Gehirnforschung und die Schule des Lebens. 511 S.. 772 g. 2003. Korr. A.. BZ-Bestellnr. 1158414 ISBN: 3-8274-1396-6 EAN: 9783827413963 Gebunden. CHF 50.00
Druck Icon drucken Weiterempfehlen Icon weiterempfehlen