Die durchgeführte integrative Fördermaßnahme sollte den Interessen der Bewohner entsprechen und in einer Kleingruppe stattfinden. Berücksichtigt wurde die allgemeine Vorliebe für Ausflüge und Spaziergänge.
Auf der Suche nach einem interessanten Personenkreis für eine integrative Veranstaltung fand ich in der VS Deining einen geeigneten Partner. Im Rahmen der Schülernachmittagsbetreuung finden ständig zahlreiche Freizeitaktionen statt.
Eine geplante Besichtigung der König-Otto-Tropfsteinhöhle Velburg erschien mir geeignet.
Aus den Bewohnern des Hauses Steinweg wurde eine vier Personen starke Gruppe ermittelt, die Interesse an einer Schulbesichtigung und einer anschließenden Höhlenwanderung mit einer Schülergruppe hatte. Die Bewohner bekamen einen Tag Urlaub in der WfbM und um 9.30 starteten wir von Regensburg nach Deining. Auf der Hinfahrt besorgte die Gruppe in einer Pralinenfabrik ein kleines Präsent für die Schulleitung.
In_der_Schule angekommen wurden wir von der Nachmittagsbetreuung empfangen und überreichten unser Präsent.
Eine Schülergruppe führte uns durch das Schulhaus. Im Computerraum wurde eine CD-Rom mit Fotos aus dem Wohnheim vorgeführt. Die Schüler erkundigten sich nach Wohnbedingungen, Wochenendgestaltung und Arbeitsleben der Bewohner.
Im Musikraum führten die Schüler den behinderten Menschen verschiedene Musikinstrumente vor. Die Teilnehmer der Gruppe aus Steinweg versuchten sich an verschiedenen Musikinstrumenten. Besonders fasziniert waren sie von einem großen Schlagzeug, auf dem jeder unter der Anleitung eines Schülers einen Versuch unternahm.
Die Führung durch die Schule endete im Schülercafe. Ein Kickerspiel zwischen Schülern und Besuchern fiel zugunsten der behinderten Menschen aus.
Anschließend fuhren alle gemeinsam mit einem Schülerbus zu der Tropfsteinhöhle. In der Höhle waren die Schüler ihren Gästen beim treppauf und treppab steigen behilflich. Bei der gemeinsamen Höhlenführung erkannten beide Gruppen die vom Höhlenführer gezeigten besonderen Tropfsteinformationen. Nach der Rückfahrt zur Schule wurde zum Abschluss der Veranstaltung in einem gemeinsamen Sitzkreis jeder nach seinen Eindrücken in der Höhle gefragt. Auch unsere Bewohner konnten sich dazu äußern. Aussagen wie „ich fand es sehr schön“ oder „am besten hat mir der See in der Höhle gefallen“ konnten ausgetauscht werden.