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Einweihungsfeier |
Anlässlich der Einweihungsfeier unserer neuen Räume mit dem Regierungspräsidenten am Freitag, 17.6.05 endete der Unterricht für Schüler, die am Programm nicht mitwirken, vorzeitig. Mitwirkende Schüler erhielten ein Mittagessen und wurden um 13.00 Uhr entlassen. Zuvor lief ein lockeres Programm ab mit Reden und kurzen Einlagen von Schülern.
Die Festreden
Den Festvortrag hielt, nach einem Grußwort von Bürgermeister Alois Scherer, der Regierungspräsident der Oberpfalz, Dr. Wolfgang Kunert. Er zeigte sich dabei erstaunlich gut informiert über die Schule in Deining, so dass der Schulleiter in seinem nachfolgenden Redebeitrag im heiteren Unterton meinte, dass der Präsident vermutlich in seinem Hause Mitarbeiter habe, die mindestens so gut seien, wie die Lehrer von Deining. Der Präsident erinnerte an den Innovationspreis, den die Schule erhalten hatte, stellte fest, dass die Deininger Ganztagsbetreuung ein detailgenaues und sehr umfangreiches pädagogisches Konzept zur Grundlage habe und nun ein weiterer Baustein im breit gefächerten pädagogischen Angebot sei, das in der eindrucksvollen Schulchronik dargestellt ist. Er sprach den Lehrkräften, der Schulleitung, den Eltern und Schülern und dem Sachaufwandsträger dafür Anerkennung aus. Besonders imponiert habe ihm, dass er zufällig schon letzte Woche mit unserer Schule zu tun hatte, weil er bei einer Veranstaltung zu einem Wettbewerb 300 CDs ausgehändigt habe, die in der Schule Deining von Schülern produziert worden waren.
Bürgermeister Alois Scherer machte im Grußwort deutlich, dass er und die Gemeinderäte sich gerne von einer großen Lösung bei den Baumaßnahmen überzeugen ließen und dankte den Mitarbeitern an der Regierung, Frau Schenkl, Frau Niebler und Herrn Lacler für die engagierte Mitarbeit. Sein besonderer Dank galt allen an der Maßnahme beteiligten Firmen und deren Mitarbeitern. Als äußeres Zeichen und stellvertretend für die vielen anderen Beteiligten erhielten Evy Haberstroh einen Blumenstrauß und Karl Kohn ein kleines Geschenk.
Theo Nutz vom gleichnamigen Architekturbüro schloß sich diesem Dank an. In inzwischen 14 Schulbauprojekten der vergangenen Jahre habe er an der Regierung auch immer gute Vorschläge erhalten und man fand stets zu einem guten gemeinsamen Ergebnis. Die Bauherren und Bürgermeister seien in diesen Projekten jedoch sehr unterschiedlich gewesen. In Deining habe er bei Bürgermeister Scherer und auch bei Rektor Lang besonders klare Vorstellungen vorgefunden und die Gespräche seien nicht immer einfach gewesen. Doch das, worauf man sich schließlich verständigt hat, kann als wirklich gelungen bezeichnet werden. Gemeinsames Ziel war es stets, viel Licht und Großzügigkeit in die einst dunklen Räume zu bringen. Mit heiterem Unterton erwähnte Theo Nutz, dass sich Rektor Lang schließlich sogar noch mit dem nachträglich herausgeschnittenen Oberlicht im Eingangsbereich durchgesetzt habe.
Der Architekt übergab den symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Scherer, der ihn an die Schule weiterreichte. Deshalb bat der Schulleiter die Vorstandschaft des Fördervereins mit ihrem Vorsitzenden Norbert Schwarz, seiner Stellvertreterin Brigitte Michael-Steindl, der Schatzmeisterin Evy Haberstroh, dem Schriftführer Michael Palmer, allesamt Lehrkräfte der Schule, nach vorne und ließ sie den Schlüssel in Empfang nehmen. An die Ehrengäste gewandt fragte der Schulleiter, ob sie glauben, dass es das in Bayern oder in Deutschland noch einmal gibt und Lehrer im Ehrenamt über ihren Förderverein als Anstellungsträger für zehn Personen agieren und einen Jahreshaushalt von ca. 40.000,- Euro verwalten.
Landrat Albert Löhner kennt die Schule schon lange und sieht in den innovativen Ansätzen der Schule seine für den ganzen Landkreis geforderten Strategien bestätigt. Innovative Kräfte müssten leider noch viel zu oft gegen allerlei Widerstände kämpfen, dabei seien gerade sie es, die unsere Region dringend braucht. Der Innovative braucht Mut, denn er riskiert ja auch das Scheitern seiner Bemühungen. Er sprach der Gemeinde Deining und der Schule seine Anerkennung aus.
Rektor Lang dankte dem Präsidenten Dr. Kunert für den Besuch und meinte, dieser habe mit seinen treffenden Worten die Rede des Schulleiters deutlich verkürzt, denn das Wichtige zum Deininger Ganztagsbetrieb sei gesagt. Für ihn, so der Schulleiter, sei entscheidend, dass einzelnen Schülern jetzt noch besser geholfen werden kann, vom kleinen Zweitklassler, dem die Mutter fehlt, bis zu dem Schüler der 9. Klasse, an dessen Hauptschulabschluss man schon nicht mehr glaubte, der jetzt - durch bisherige Zensuren beinahe abgesichert - sogar den Quali erreichen dürfte. Für den kleinen Grundschüler genauso wie für den 9. Klassler könnte er sofort je zehn weitere Beispiele auflisten. Der Schulleiter betonte, dass wir heute nicht mehr fragen können, welches Modell schaffen wir an, damit es möglichst allen 350 Schülern dient, sondern wir müssen - Stichwort Individaulisierung - fragen, was diesen fünf Schülern, was jenen fünf Schülern und was wieder anderen Schülern für einen guten Anschluss nach unserer Schule hilft. So stellt die Ganztagsbetreuung auch nur ein Dreiundzwanzigstel der spezifischen Deininger Markenzeichen dar. Viele innovative Schritte in den vergangenen Jahren seien genauso intensiv angegangen worden, was vor allem auch mit den engagierten Lehrkräften der Schule zu tun hat. Wichtig war dazu aber der Besuch von Ltd. RSchD Werner Stahl, der uns bestärkt und selbstbewusst gemacht hat. Wichtig war auch die Haltung von SchAD Wunsch, der uns immer auch Vertrauen geschenkt hat und wichtig waren die Vertreter der Elternschaft, gegen deren Willen und ohne deren Unterstützung man solche Veränderungen nicht durchführen könnte.
Mit Rücksicht auf die fortgeschrittene Zeit verzichtete der Schulleiter darauf, die besondere Rolle der neuen Räume, der Betreuerinnen und Betreuer incl. des Werkstattleiters vorzustellen, das besondere Engagement der Computerfirma Schwarz und der i-NET-Küche vom Klinikum und das Zusammenspiel aller vom Schüler-Café-Team bis hin zu den Reiningungskräften zu erwähnen und ein gebührendes ausführliches Dankeswort an Bürgermeister und Gemeinderäte zu sprechen. Letzteres wird in einer anderen Form noch nachgereicht.
Bilder und Eindrücke die neuen Räume Presseberichte
05-06-08 hl
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