Links  
  Kontakt  
  Registrierung  
  Impressum  
Logo

Grundschule und Mittelschule Deining

Der Deininger Igel
  Das sind wir  
  Termine  
  Archiv  
  i-NET/Essen  
  A-Z  
  Lernen  

Kickern für einen guten Zweck


Unsere SMV machts möglich. Wir teilen die Kicker-Einnahmen 50:50 mit den Kindern vom Haus Regenbogen in Kulen-Vakuf. So bleibt für unsere SMV jährlich eine gewisse Summe zur Verfügung und gleichzeitig helfen wir den bosnischen Kindern vom Kinderheim. Am Donnerstag, 8. März 2007, übergaben die Schülersprecher mit der Vertrauenslehrkraft, Frau Haagen-Schimbera das Geld an den Kassier des eingetragenen Vereins, "Schutzengel gesucht", der das Kinderheim allein mit Spendengeldern finanziert. 150 Euro konnten abgetreten werden - und im Kinderheim kommt es gerade jetzt auf jeden Euro an. Warum? Dazu sollte man den Pressebericht weiter unten gelesen haben! Deshalb freute sich die SMV auch über eine weitere Aktion an unserer Schule, die von der Klasse 2a mit ihren Eltern durchgeführt wurde.

Dass unser Kicker immer gut funktioniert, genügend Bälle da sind und die Stangen ordentlich geschmiert sind, veranlasst unser Hausmeister Karl Kohn. Gekauft wurde der Kicker von einer Vorgänger-SMV, als wir das Schüler-Café einrichteten. Ende des Schuljahres 2005/2006 hat Frau Haberstroh, die Lehrkraft mit Zuständigkeit für die Schülerfirma und den Betrieb des Cafés, zusammen mit ihrem Team, die Einrichtung neu gestaltet.


Bilde v.l.n.r.: Rektor Heinz Lang, Vertrauenslehrkraft Steffi Haagen-Schimbera, Schülersprecher Christian Streb, Hausmeister Karl Kohn, Schülersprecherin Christina Sichert, Sepp Leicht (Kassier von Schutzengel-gesucht) und Schülersprecher Phillipp Pachale bei der Geldübergabe.
Ein ganz hervorragendes Projekt hat Lehrer Reinhold Fritsch mit seinen Zweitklasslern und deren Eltern durchgeführt. Weiterlesen durch Klick auf das Bild

Brand in „Centar Duga“
Alle Kinder unversehrt gerettet – Hoher Sachschaden


Brandkatastrophe in „Centar Duga“. Am späten Sonntagabend brach im Kinderheim „Haus
Regenbogen“ des Vereins „Schutzengel gesucht“ in Kulen Vakuf (Bosnien-Herzegowina) ein
Feuer im Dachgeschoß des Hauses aus, das bisher über 130 Kindern mit der Unterstützung
aus Deutschland eine vorläufige Bleibe war. Alle Kinder (19) wurden dank der Hilfe junger
Leute aus dem Dorf gerettet. Ein Großteil der Einrichtung ist aber zerstört. Der Sachschaden
beträgt rund 200 000 Euro.

KULEN VAKUF – Günter Prantl, Vorsitzender des Vereins „Schutzengel gesucht“ aus
Mörsdorf/Freystadt, Arno Heider (Schwabach), Redakteur bei den Nürnberger Nachrichten
und Gründungsvater des Vereins sowie Heimleiter Admir Ljescanin standen gerade
gemütlich in einem Kino in Bihac zusammen, um auf Einladung des Bürgermeisters den 747.
Geburtstag der Stadt zu feiern. Am Tag danach sollte Prantl zum Ehrenbürger der
Hauptstadt im Kanton Una-Sana ernannt werden.

Die Nachricht kam gegen 20.30 Uhr: „Centar Duga“ steht in Flammen, kommt bitte schnell,
die Nacht leuchtet.“ Admir rast mit Prantl und Heider gen Kulen Vakuf. So schnell war er
noch nie, wie in an diesem Abend. Dort angekommen fand er ein Dorf in Aufruhr und beim
Helfen.

Das Feuer muss gegen 20.20 Uhr ausgebrochen sein. Ela Vajzovic (17), die Tochter der
pädagogischen Heimleiterin, die mit ihren Eltern in „Centar Duga“ wohnt, rennt durch das
Dorf und schreit immer wieder: „Pomoc, Pomoc. Gori u djeci Domu. Pomoc.“ („Hilfe, Hilfe. Es
brennt im Kinderheim. Hilfe.“ Jasna Vajsovic schlägt im Nachbarhaus Alarm. Die Hausfrau
sagt am nächsten Tag, dass Jasnas Gesichtsfarbe zwischen grün und blau gewechselt
habe: Zittern am ganzen Körper.

Die Jugend des 800 Einwohner zählenden Dorfes ist um diese Zeit noch auf der Straße. Man
geht spazieren, da niemand Geld hat, um in die Disco ins 40 Kilometer entfernte Bihac zu
fahren. Und die jungen Leute rennen zum Kinderheim. Reißen die Kinder aus den Betten,
bringen sie in Sicherheit.

Die örtliche Feuerwehr ist schnell mit 20 Mann vor Ort, obwohl es kein Alarmsystem gibt.
Hausmeister Muhamed Vojic, von Jasna alarmiert, versucht vorher mit dem
Feuerwehrschlauch aus dem Haus und elf Feuerlöschern den Brand unter Kontrolle zu
bringen. Vergebens. Die Flammen schlagen bis zu zehn Meter aus dem Dach, berichtete ein
Augenzeuge. Muhamed hat keine Chance. Fenster platzen, der Rauch wird immer dichter.
Die örtliche Feuerwehr löscht aus allen Rohren. Es gibt keinen Atemschutz, aber die Helfer
gehen unter das Dach. Und wagemutige junge Männer beginnen zu retten, was zu retten ist.
Windelpakete werden über das Dach hinaus geworfen, die Windeln, die Arno Heider und
Willi Hahn aus Burgsalach (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) noch im September aus
Deutschland nach Kulen Vakuf gefahren haben. Säcke mit Plüschtieren und Kleidung landen
in der durch Löschwasser aufgeweichten Wiese. Und die Helfer aus dem Dorf bilden eine
Menschenkette, reichen Windeln und Hygieneartikel, die im Magazin auf dem Dach gelagert
waren, von Hand zu Hand. Der Hausmeister der gegenüber liegenden Schule hatte die Tür
aufgesperrt, um das Material, von dem vieles dennoch weggeworfen werden muss, zu
lagern.

Jasna ruft immer wieder in die Runde, wo Helfer gebraucht werden. Und die Leute aus dem
Dorf bleiben bis in der Nacht um 3 Uhr. Bis wirklich alles gemacht ist, was in dieser Nacht zu
tun möglich war. Die Menschen haben danach zerrissene Hosen, verkohlte Hemden und
blutige Hände vom Dach abdecken. Einen Notarzt, der in Deutschland obligatorisch zu
einem Brand beordert wird, gibt es in Bosnien nicht. Aber der Doktor aus dem Ort, ein
gebürtiger Sudanese, kümmert sich um die Menschen. Er ist auch am nächsten Morgen um
7 Uhr bei den Kindern. Er erkundigt sich, ob es Hustenanfälle gab (Rauchvergiftung) oder
andere Besonderheiten festzustellen sind. Eine nette Geste.

Zehn Jahre Arbeit sind zerstört. Die Frauen, die in „Centar Duga“ arbeiten, haben Angst: Wie
wird es weitergehen? „Wir bauen wieder auf“, versicherten Günter Prantl und Arno Heider
am Dienstag den weinenden Betreuerinnen, die sich durch die Nächte und auch tagsüber
ganz rührend um ihre Schützlinge gekümmert haben. Herausgerissen aus der gewohnten
Umgebung brauchen die Kleinen jetzt noch mehr Zuwendung. Es wird keine Frage gestellt,
ob der Dauereinsatz bezahlt wird. Die 14 Frauen sind da. Jasna, die Heimleiterin, hatte
Gänsehaut und weinte wieder, als Prantl und Heider ihr „Gottes Hilfe“ bei all den Problemen
der Zukunft gewünscht haben.

Mittlerweile steht fest, dass die „Duga“-Familie in einem leer stehenden Haus in Kulen Vakuf
eine vorläufige Bleibe finden wird. Ein Fußboden muss noch gelegt und ein paar
Rigipsplatten eingebaut werden. Das soll diese Woche erledigt sein. 250 Euro Miete kostet
das Haus im Monat.

Der Bürgermeister aus Bihac versicherte, einen Architekten zu beauftragen und zu bezahlen,
der neue Pläne macht. Das Kinderheim soll umgestaltet werden, um die Arbeitsabläufe zu
verbessern.

„Schutzengel gesucht“ hofft angesichts der Katastrophe, dass sich Menschen an das Projekt
erinnern, das sie vielleicht vor Jahren gefördert haben. Jetzt brauchen die Kinder in Kulen
Vakuf wieder Unterstützung. „Helfen Sie uns“, sagt Günter Prantl: „Werden Sie wieder ein
Schutzengel.“

Info: www.schutzengel-gesucht.de oder Telefon (0 91 79) 16 33 und (0 91 22) 88 53 44
(abends). Kontonummer 30 64 735 bei der Raiffeisenbank Roth-Schwabach
(BLZ 764 600 15) oder Sparkasse Neumarkt-Parsberg, Konto 80 65 294 (BLZ 760 520 80).

Weiterlesen auf den Seiten von Schutzengel gesucht e.V.
Link zu weiteren Schutzengel-Berichten
Mathe-Crash-Kurs
Druck Icon drucken Weiterempfehlen Icon weiterempfehlen