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Verabschiedung von SchAD Josef Hammer |
| In der Theo-Betz-Schule Neumarkt wurde am Mittwoch, 19. Juli 06, eine Feierstunde zur Versetzung in den Ruhestand abgehalten. Zehn Jahre hat SchAD Josef Hammer als Chef des Schulamtes auch unsere Geschicke entscheidend mitbestimmt. | |
In_der Laudatio des Chefs an der Regierung, Abteilungsdirektor Czincoll, wurde deutlich, dass Josef Hammer bereits als Junglehrer eine Beurteilung erhielt, die genau die Eigenschaften aufzeigten, mit denen er uns auch als Leiter des Schulamtes begegnete. Der Redner machte deutlich, dass nicht zuletzt seine persönliche Einstellung gegenüber Josef Hammer und seiner Leistung von Hochachtung und Wertschätzung getragen ist und man sich auch vor dem dienstlichen Verhältnis schon sehr gut verstanden hatte.
Vor dieser Rede hatte SchAD Christian Wunsch in kurzweiligen und erfrischenden Worten die Gäste begrüßt. SchAD Bernd Stadler sprach den Dank der Bediensteten im Schulamt aus. Weitere Redner waren Landrat Albert Löhner, Personalratsvorsitzende Ursula Schroll und die Vertreterin der Elternschaft in Neumarkt.
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Reg.SchD i.R. Werner Stahl, Frau und Herr Hammer, Abteilungs- direktor Czincoll, Bgm. Arnold Graf
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| Letzte Eintragungen ins Terminbuch. |
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NEUMARKT Meldung vom 11.07.2006, 18:36 Uhr
Abschiedsschmerz, gemischt mit Vorfreude
Nach 40 Jahren verabschiedet sich Schulamtsdirektor Josef Hammer in den Ruhestand
NEUMARKT (da). Natürlich freut sich Josef Hammer auf die freie Zeit. Bald kann er wandern, reisen oder seiner geliebten Literatur frönen. Anderseits ist der Ruhestand natürlich auch ein Einschnitt, ein neuer Lebensabschnitt, an den man sich erst einmal gewöhnen muss. Hammer hält es in dieser Hinsicht mit Arthur Schnitzler: „Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich noch so sehr darauf gefreut hat.“
Am 19. Juli wird Schulamtsdirektor Josef Hammer bei einem Festakt an der Theo-Betz-Schule im Kreise von Kollegen, Freunden und Bekannten verabschiedet. Am 1. September beginnt die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Die ersten beiden Jahre hat der 62-jährige Schulmann hinter sich, jetzt schließt sich der weniger mühevolle Abschnitt bis zur Pension an. 40 Jahre Schuldienst liegen hinter Hammer.
Geboren wurde Josef Hammer in Amberg. Er wuchs auf dem Land auf und fuhr mit dem Zug ans Amberger „Humanistische“, das heutigen Erasmus Gymnasium. Die letzten Jahre bis zum Abitur wurde er vom Bahnhof bis zur Schule – so erinnert sich Hammer – von Ludwig Stiegler begleitet, der von Schmidmühlen herauf kam und in Bonn und Berlin nicht nur wegen seines roten Pullunders berühmt wurde.
Dann begann Hammers berufliche Reise durch die bayerische Heimat. Nach Abi und Studium in Regensburg verschlug es den Lehrer an eine Volksschule in die nördliche Oberpfalz. Der Werdegang setzte sich fort in Kümmersbruck im Landkreis Amberg-Sulzbach. 1969 zog Hammer nach Neumarkt, dieses Mal nicht wegen der Schule, sondern einer Lehrerin, die er heirate. Mit seiner Frau Angela hat er einen Sohn und mittlerweile zwei Enkelkinder.
In Postbauer-Heng unterrichte Hammer weiter und wurde 1975 Seminarrektor, ein bedeutender beruflicher Schritt und ein wichtiges Amt für die Ausbildung des Lehrernachwuchses. 1986 erfolgte schließlich die Berufung Hammers als Schulrat, und er kam für zwei Jahre in seine alte Heimatstadt Amberg zurück.
Zwischen 1988 und ’96 wirkte er in Neumarkt als Schulrat und bekam anschließend die Leitung des Schulamtes übertragen. „Das Haus war wohl bestellt“, sagt Hammer und dankt hierfür seinen beiden Vorgängern Josef Bogner und Hans Kiefl ausdrücklich. Außerdem ist es ihm ein Anliegen, sich für die Unterstützung seiner Mitarbeiter zu bedanken, ohne die Teamarbeit nicht funktionieren würde.
Administration, Organisation, Personalarbeit und vieles mehr gehören zur Aufgabe eines Schulamtsdirektors, der in Neumarkt von zwei Schulräten und den Mitarbeiterinnen der Verwaltung unterstützt wird.
Die Schulverwaltungsreform änderte den Aufgabenbereich zwar etwas, weniger Arbeit aber brachte sie nicht und ein Acht-Stunden-Arbeitstag ist für Hammer ein äußerst seltenes Ereignis gewesen. „Es wird immer gerne gefrotzelt, dass Lehrer nur einen Halbtagsjob haben. Die Stundenzahl aber ist nur eine Recheneinheit, der Zeitaufwand ist unter dem Strich viel höher.“ Auch Hammers Skepsis gegenüber der „Ganztagsschule“ hat sich gewandelt. Durch den Wandel in den Familien bleibe nichts anderes übrig, als die Kinder ganztägig zu betreuen und ihnen eine altersgerechte Förderung zuteil werden zu lassen.
Die nächsten Ziele Hammers liegen weiter entfernt, so weit, dass man ein Flugzeug braucht, um hin zu gelangen. Ansonsten wartet auch der Garten auf den Pensionär, wenngleich Hammer das ausgeglichene Nebeneinander zwischen Gartenarbeit und Muße zu vereinbaren verstand, wie der scheidende Schulamtsdirektor durchblicken ließ.
Kopie der Schulamtsveröffentlichung zum Pressebericht der MZ (06-08-31)
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