|
|
 |
 |
|
Aufwandsarme Förderdiagnose
|
 |
 |
|
 |
Unsere Wünsche
Nun haben wir in unserer internen Evaluation 06/07 aber noch weitergehende Wünsche geäußert. Ein wichtiges Anliegen war der "aufwandsarme" Austausch von Informationen und Erkenntnissen über Schüler und natürlich nicht zuletzt auch der Dialog mit ihnen selbst. Dieses Werkzeug bietet auch dafür bereits Möglichkeiten.
Wir laden deshalb zur Ideenfindung ein. Mit diesem Tool könnte nämlich auch die pädagogische Diagnose erleichtert werden. Dabei denken wir weniger an die klassischen diagnostischen Verfahren, denn diese sind oft testorientiert und helfen bei Entscheidungs- oder Zuweisungsdiagnostik, letztlich für das Auffinden von Begabungen oder Defiziten. Diese Aufgabe sollten wir aber Schulpsychologen und Beratungslehrkräften überlassen. Natürlich wäre es nicht verboten, mit diesem Tool etwa eine (rein reproduktive) Kurzprobe zum Sachunterricht oder Kopfrechnen durchzuführen. Jedenfalls lassen sich, wenn man das will, die Befragungen personalisieren, z.B. mit dem Login und Passwort zum i-NET-Menü. Eine verschlüsselte Namensliste könnte alle Gefahren von Indiskretion vermeiden helfen.
Diagnose
Noch wertvoller wäre eine Verwendung dieses Tools zur Unterstützung der dialogischen Diagnostik, in der Schüler (evtl. auch Eltern) mithelfen, das Lernverhalten des Kindes zu ergründen und ggf. dahingehend zu ändern, dass eigenständiges, lebenslanges Lernen angebahnt werden kann. Mit diesem Werkzeug lässt sich der "aufwandsarme" Austausch mit und über den Schüler, mit seinen Eltern, mit Betreuern und mit allen beteiligten Lehrkräften verbessern.
|
 |
|
|
 |
 |
|
 |
Denn das Wichtigste beim individuellen Fördern ist und bleibt das Beratungsgespräch. Ob dieses gelingt, hängt im besonderen Maße davon ab, dass Berater und Ratsuchender einander verstehen. Das gilt übrigens auch für den Umgang sehr gescheiter Leute miteinander, etwa wenn ein Wirtschaftsberater für ein Unternehmen tätig wird oder wenn der Arzt einem Patienten seine Diagnose mit Therapie erläutert. Der Arzt verwendet vielleicht ein für ihn selbstverständliches Vokabular, das der Patient nicht versteht. Wenn der Patient dies - etwa aus Scham - nicht eingestehen möchte, läuft das Beratungsgespräch schief; der Patient hat nichts verstanden. Ebenso ergebnislos wird ein Gespräch zwischen dem Wirtschaftsberater und dem Geschäftsführer einer GmbH verlaufen, wenn dem Firmenchef ständig "Selbstverständlichkeiten" erläutert werden.
Fazit: Denn der beste Berater erreicht gar nichts, wenn er nicht "das Ohr" des Ratsuchenden findet, weil er nicht weiß, was der Ratsuchende selber schon weiß oder - schlechter noch - weil er die eigenen Lösungsansätze des Ratsuchenden nicht einbezieht. Genauso schlecht ist aber, wenn der Ratsuchende nicht weiß, was der Berater nicht weiß. Umgekehrt muss der Ratsuchende wissen, was der Berater nicht wissen kann und muss darüber informieren. Dann erst kann man sinnvoller Weise im Beratungsgespräch wirkungsvolle, individuelle Förderpläne erarbeiten.
|
 |
|
|
 |
Konkret
Die Lehrkraft geht etwa mit der Klasse oder einer Gruppe in den Computerraum und lässt im gelenkten Gespräch jeden Schüler individuelle Angaben zu seiner Selbsteinschätzung machen. Genauso könnte ein Klassenelternabend den individuellen Dialog unterstützen. Ebenso könnte man Eltern bitten, vor der Sprechstunde, am häuslichen Computer, sich über die Fragen Gedanken zu machen und trägt diese dann ein. In den nachfolgenden Einzelgesprächen mit Schülern oder Eltern kann man dann auf Selbstauskünfte von Schülern und Eltern bauen, das Beratungsgespräch beginnt dort, wo es bisher oft schon endete, weil die Zeit vorbei war oder man sich nicht verstanden fühlte.
Die individuelle Förderdiagnose steht damit auf wesentlich festeren Beinen. Dazu kommen die konkreten Beobachtungen des laufenden Schuljahres. Für deren Dokumentation und ständige Angleichung erstellen wir, parallel zum vorgestellten Werkzeug, eine weitere, wichtige Hilfe, das "Pluspunkt"-System.
Für das Schulleitungsteam Heinz Lang
|
 |
|
|
 |
Die Vision wäre eine graphische Darstellung zur Förderdiagnose, wie sie die Excel-Anwendung Kollux in der Ausgewogenheitsgraphik zeigt. Die Entwickler von Kollux arbeiteten mit der Uni Erlangen-Nürnberg (von Prof. Sacher) und der Stiftung Bildungspakt Bayern (MRin Pötke und Dr. Fußstätter) zusammen.
|
 |
|
Netzwerkbildung und Wissensteilung
|
 |
|
Erfindungen und Werkzeuge
|
 |
|
 |
 |
 |
|
 |
 |
|
|
|
 |
 |