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Ganztagshauptschule kommt flächendeckend

Der Ministerrat tagte in Gmund. Die Ganztagsschule soll im Bereich der Hauptschulen zum Normalfall werden. Wenige Tage zuvor war das vom BEV und vom BLLV in einer gemeinsamen Erklärung gefordert worden.


(Oberpfalznetz - Der Neue Tag, 21.12.06)
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Gmund. Gute Erfahrungen hat die Dreifaltigkeitsschule in Amberg mit der Ganztagsbetreuung gemacht. Bayern will nun die Hauptschule generell zur Ganztagsschule ausbauen. Damit soll auch die hohe Zahl der Schulabbrecher gesenkt werden, wie Ministerpräsident Edmund Stoiber bei der Kabinettsklausur am Tegernsee ankündigte.


Der Ministerrat beschloss in St. Quirin, die Hauptschule in Bayern zu einer Ganztagsschule auszubauen. "Es geht nicht um eine Pflicht, sondern darum, dass alle Kinder diese Unterstützung bekommen können, für die eine Förderung am Nachmittag das Richtige ist", so Schneider.

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In einer gemeinsamen Erklärung (15.12.06) fordern die Landesvorsitzende und die Präsidenten von BEV – Bayerischer Elternverband, BLLV – Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband und vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. die flächendeckende Einführung der Rhythmisierten Ganztagshauptschule:

"Die Ausbildungsfähigkeit der jungen Menschen zu verbessern ist ein gemeinsames Anliegen von Eltern, Lehrern und Unternehmen. Der Ausbildungsstellenmarkt und der Ausbildungsalltag in den Betrieben zeigen aber allzu häufig, dass viele Schulabgänger für eine zukunftsorientierte Berufsausbildung nicht ausreichend qualifiziert sind. So verlassen auch in Bayern zwischen 8,5 % und 10 % der jungen Menschen die Schule ohne Abschluss und rund 20 % verfügen nicht über die notwendige Ausbildungsreife, um auf dem Ausbildungsstellenmarkt zu reüssieren. Das heißt auch, dass jedes Jahr rund 20 000 Jugendliche in Bayern mit stark eingeschränkten Zukunftsaussichten in das Erwerbsleben starten.

Diese Situation vor Augen fordern die Unterzeichner die Staatsregierung gemeinsam auf, sofort in den flächendeckenden Ausbau der Rhythmisierten Ganztagshauptschulen einzusteigen. Erstes Ziel sollte es dabei sein, an jedem Hauptschulstandort einen echten rhythmisierten Ganztagszug einzurichten und anzubieten. Bei steigender Nachfrage von Eltern und Schülern ist das Angebot dann sukzessive auszuweiten und zu prüfen, ob von der Wahloption nicht in die Pflichtform Ganztagsschule übergegangen werden muss.
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