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Ingolstadt soll Umgestaltung der HS einleiten

Hier ein paar Impressionen vom Hauptschulfachkongress Ingolstadt, Mai 2007,
der die Umgestaltung der Hauptschule einleiten soll.


Das Stichwort "Modularisierung" wurde etwas niedriger "gekocht", als es noch vor Monaten den Anschein hatte. Unzweifelhaft dagegen stand in allen Beiträgen wichtiger Redner die Praxisorientierung im Vordergrund. Und nicht zuletzt durch das Rahmenprogramm und die würdigenden Worte des Ministers und des Staatssekretärs wurde deutlich, dass musische Bildung und Schlüsselqualifikationen wichtige Bestandteile der Hauptschulpädagogik darstellen müssen. Ministerpräsident Dr. Stoiber wies darauf hin, dass inzwischen ein Drittel aller Neugeborenen aus Familien mit Migarationshintergrund stammen und er dachte darüber nach, welche Auswirkungen auf unsere Kultur das haben kann. Das Hauptreferat von Kultusminister Siegfried Schneider am Freitag beschrieb einen künftigen Weg für die Hauptschule, den Lehrer Michael Palmer mit den Worten zusammenfasste: "So, wie wir es in Deining versuchen." Unser Schulleiter konnte bei der Rede leider nicht anwesend sein, weil er den unmittelbar daran anschließenden Arbeitskreis "Handlungsorientierung, Praxis und Praktika in der Hauptschule" leiten und für funktionierende Technik sorgen musste.

Der Personalvorstand der AUDI AG, Dr. Widuckel, erklärte, dass AUDI Ingolstadt 58% der Auszubildenden aus der Hauptschule hole, die Realschule spiele mit geringsten Prozentpunkten eine nachrangige Rolle, dafür gingen knapp 42% der Ausbildungsplätze dann an Abiturienten und Hochschulabgänger. Ihn rege die ewige Strukturdebatte in der Schule auf, so Widuckel bei seinen Abschiedsworten. Wir brauchen die Hauptschüler und die Hauptschüler brauchen uns. Bei AUDI gelte der Anspruch "Null-Fehler-Toleranz". Wir können uns nicht leisten, Schüler ohne Schulabschluss ins Berufsleben zu entlassen. Bei AUDI stecke man sich stets ehrgeizige Ziele. Ehrgeiziges Ziel der Schule muss es sein, dass kein Schüler die Hauptschule ohne Quali verlässt, so der Personalvorstand von Audi. Durch das Raunen der Zuhörer aufmerksam gemacht, ergänzte er in seinen Ausführungen an den Ministerpräsidenten und an den Kultusminister gerichtet: Dafür muss man aber Geld in die Hand nehmen, etwa derart, dass jeder Lehrer, wie in Finnland, eine Hilfskraft zur Seite gestellt bekommt, die sofort intervenieren kann, wenn ein Kind "verloren zu gehen" droht.

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Eine sympathische Geste des Kultusministeriums war die Einladung von Prof. Dr. Peter Fauser (Universität Jena): Vortrag „Hauptsache Lernen“. Denn der Referent redete vorhersehbar weder der Kultusministerkonferenz noch bayerischen Schulpolitikern nach dem Mund. Am Beispiel der "Pizzaaufgabe" aus PISA machte er deutlich, wie unsinnig unter Umständen Testaufgaben sein können, wenn sie an Kinder herangetragen werden, denen die Erfahrungswelt zu den Beispielaufgaben fehlt. (Wie soll z.B. ein Kind aus der Deininger Ganztagsbetreuung auch annehmen können, dass Pizzas rund wären, wo doch Sabine die begehrten Pizzas immer nur als rechteckige Schnitten ausgibt. Nur wenige Schüler, die mit ihren Eltern vielleicht in eine Pizzeria kommen, hätten hier eine faire Chance > vgl. Czinczoll/Hartl in PW ). Ministerialdirektor Erhard machte in seiner direkten Antwort darauf deutlich, wie schwierig die Aufgabe zur Organisation gerechter Testaufgaben sei. Würde z.B. eine international verwendete Testaufgabe durch Unachtsamkeit oder Indiskretion "verbrannt" (nicht mehr verwendbar sein), kostete das den Freistaat sehr viel Geld.

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Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber besuchte den Hauptschulfachkongress. In seiner Rede machte er u.a. deutlich, dass sich Familien im letzten Jahrzehnt verändert haben und Ganztagsschulen eine echte Alternative darstellten. Inzwischen habe er auch mitbekommen, so der Ministerpräsident in sehr lockerer Art, dass es gebundene und offene Ganztagsschulen gebe, wobei er sich nicht sicher war, ob er es völlig verstanden hat.

Im Bild: MdL Dodell, Personalvorst. AUDI AG Dr. Widuckel, Kultusminister Schneider, Ministerpräsident Dr. Stoiber, Vorstandsvors. AUDI AG Stadler, Staatssekretär Freller, Ministerialdirektor Erhard, Vors. Landtagsausschuss Bildung, Jugend u. Sport Prof. Dr. Waschler, MdL Pachtner.


linkes Bild: ein attraktives musisches Rahmenprogramm wurde durch Schulen präsentiert, u.a. Beiträge von Sport, Musik- und Trommelgruppen (Djemben usw.).

rechtes Bild: Alle drei Personen, die auf diesem Bild vom Hauptschulkongress zufällig beieinander standen, haben irgendwie eine Verbindung zu unserer Schule. Im Bild links: Günther Kaniber, neben unserem Rektor ein MODUS F - Schulleiter, ist designierter Nachfolger des Schulleiters von Roding, Fritz Wolf, der letztes Jahr zusammen mit seinem Team unsere Schule besucht hat.
Bildmitte: Herbert Heinrich, Regierungsschulrat, hat bei uns einen Vortrag zu Lernen lernen gehalten und uns damals eröffnet, dass wir für unsere Praxismaßnahmen (BOK) auch staatliche Fördergelder abrufen können, was mehrfach praktiziert werden konnte.
Hubert Haberberger, rechts im Bild, ist Schulamtsdirektor und hat uns eine Zeit lang bei der Schulentwicklung begleitet. Die Elternbefragung und die Evaluation durch Prof. Dr. Sacher hat er mit begleitet.

In der Bildmitte: Rektorin Theresa Altmann, Seubers- dorf, langjährige Lehrkraft und Mitglied im Deininger Schul- leitungsteam, und Rektor Stefan Kleinod, Berching, waren zusammen mit SchAD Christian Wunsch angereist.

Klick auf Bild > e-Mail-Austausch mit Frau Lerch-Wolfrum
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Mit Frau Lerch-Wolfrum vom Sozialministerium (brünett im Bild, hinter Herrn Wunsch) konnte unser Schulleiter über Leistungen nach SGB VIII und Ganztagsbetrieb an Schulen sprechen. Links von ihr, leicht verdeckt, sitzt Frau Schmid vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft, durch welches unser PROFIS-Projekt mit Herrn Schulz von Europoles zustande kam.

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