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Hauptschulinitiative und Handwerk |
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Lehrer Michael Palmer war für uns zu diesem Termin nach Regensburg gefahren.
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Die Wirtschaft braucht die Hauptschüler!
"Die allermeisten unserer Hauptschülerinnen und Hauptschüler bringen hervorragende berufliche Leistungen", sagte der Staatssekretär im Kultusministerium Bernd Sibler in der Handwerkskammer in Regensburg. Gerade die Meister und Gesellen, die aus der Hauptschule heraus ihren Beruf gelernt hätten, bildeten das Rückgrat unserer Handwerksbetriebe.
"Hauptschulinitiative - Auswirkungen auf das Handwerk" war das Thema dieser Veranstaltung, zu der die Handwerkskammer Niederbayern·Oberpfalz, die Arbeitsgemeinschaft für Unternehmensführung im Handwerk und die Jungen Unternehmer eingeladen hatten.
In seinem Vortrag über die Hauptschulinitiative betonte Sibler, dass heute andere Fähigkeiten und Fertigkeiten notwendig seien als früher. Beispielhaft nannte er die Fähigkeit zum vernetzten Denken, Neugier und Bereitschaft zum lebenslangen Lernen, Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Teamfähigkeit.
Für eine erfolgreiche Berufsausbildung und den weiteren Lebensweg sei mehr notwendig als nur das Können. Genau so wichtig seien das Wollen und die Bereitschaft, die eigenen Fähigkeiten auch tatsächlich umzusetzen. Erst beides zusammen ergebe die Ausbildungsreife. Dieses Ziel sei erreichbar. Die gute Partnerschaft mit der Wirtschaft bestärke ihn in dieser Überzeugung. Ganz oben stünden dabei die zahlreichen Partnerschaften von Schulen mit kleineren und mittelständischen Betrieben. Eine Vorreiterrolle hätten hier die vielen Handwerksbetriebe in Bayern übernommen. Die Hauptschule müsse rechtzeitig die Schüler mit Informationen und Erfahrungen zur Berufsorientierung ausstatten. Möglichkeit dazu biete die Wahl eines berufsorientierenden Bereichs wie Technik, Wirtschaft oder Soziales. „Wir müssen den Schülerinnen und Schülern Einblicke in verschiedene Berufe ermöglichen."
Das Herzstück der Weiterentwicklungen im Schulwesen sei die individuelle Förderung. So müsse jede Schülerin und jeder Schüler die Möglichkeit haben, die individuellen Begabungen und Talente voll zu entfalten. Der Schlüssel dazu laute: „Alle Talente fördern." Entscheidend sei nicht, was ein Schüler belegt habe. Entscheidend sei, was er tatsächlich wisse und könne. Bei der Hauptschulinitiative arbeiteten Betriebe und Schulen Hand in Hand. Die Kooperation mit der Wirtschaft nehme dabei eine herausragende Stelle ein, denn die Betriebe der Wirtschaft seien die „Abnehmer" unserer Schulabgänger. Sibler rief die Handwerker dazu auf, weiterhin im Rahmen der Möglichkeiten Kooperationen mit Schulen anzubahnen. „Wir alle profitieren davon!" Ganz besonders freue ihn, dass er bei den Vertretern des Handwerks Interesse und Unterstützung sowie großen Rückhalt spüre.
Kammerpräsident Hans Stark wies darauf hin, dass allein 2007 insgesamt 68,5 Prozent aller neuen Lehrlinge im Bezirk der Handwerkskammer Niederbayern·Oberpfalz aus Hauptschulen gekommen seien. Damit bildeten die Hauptschulen die wichtigste Bildungsquelle für den Nachwuchs im Handwerk. Und die Chancen für Jugendliche in Handwerksberufen eine Lehrstelle zu finden, seien in diesem Jahr ausgesprochen gut.
In einer Podiumsdiskussion beleuchtete Staatssekretär Bernd Sibler gemeinsam mit dem Obermeister der Kfz-Innung Oberpfalz, Rudolf Angerer, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft für Unternehmensführung im Handwerk, Ernst Vögel, und dem Hauptabteilungsleiter der Handwerkskammer für die berufliche Bildung, Kurt Negele, die Auswirkungen der Hauptschulinitiative auf das Handwerk. Die allermeisten unserer Hauptschülerinnen und Hauptschüler bringen hervorragende berufliche Leistungen", sagte der Staatssekretär im Kultusministerium Bernd Sibler in der Handwerkskammer in Regensburg. Gerade die Meister und Gesellen, die aus der Hauptschule heraus ihren Beruf gelernt hätten, bildeten das Rückgrat unserer Handwerksbetriebe. „Hauptschulinitiative - Auswirkungen auf das Handwerk" war das Thema dieser Veranstaltung, zu der die Handwerkskammer Niederbayern·Oberpfalz, die Arbeitsgemeinschaft für Unternehmensführung im Handwerk und die Jungen Unternehmer eingeladen hatten.
Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren sich einig, dass die Hauptschulinitiative zwar in der Wirtschaft, aber noch nicht in der Gesellschaft angekommen sei. Diese Initiative gebe Perspektive und Ausbildungsreife. Die Hauptschule selbst, müsse selbstbewusster auftreten. Gerade in den Köpfen der Eltern müsse sie deutlich aufgewertet werden. Ein entsprechendes Marketing sei dringend erforderlich.
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