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SchAD Christian Wunsch im Ruhestand

Im Bild: Schulamtsdirektor Christian Wunsch, Regierungsschuldirektorin Heidrun Placek-Hölzle, Fachlicher Leiter des Schulamtes, Dieter Lang.

Der für unsere Hauptschule zuständige Schulrat, Schulamtsdirektor Christian Wunsch, wechselt in den Ruhestand. Am Donnerstag, 21.06.07, fand in der Aula des Landratsamtes eine Feier statt. Er hatte sich in Bayern vor allem über seine Kompetenz zum Englisch-Unterricht einen Namen gemacht und wirkte an Lehrplänen und Unterrichtsbüchern führend mit. Wir Deininger bedanken uns bei ihm für die über viele Jahre währende wohlwollende Unterstützung unserer innovativen Schritte. SchAD Wunsch - dazu stand er auch bei seinen Abschiedsworten - versteckte sie nie hinter Paragraphen, bevorzugte lieber den gesunden Menschenverstand bei Entscheidungen, wollte loslassen und ermunterte zu selbständigen Entscheidungen.

Er erinnerte in seinem Rückblick einige wichtige Aufgabenstellungen, die ihn auch persönlich sehr interessiert hatten, besonders die Implementierung des Computers in der Schule - die Treffen der Insider in der Elchstube - und das für ihn wichtige Thema "SchuleWirtschaft", das er von SchAD Josef Bogner geerbt hatte. Auch zum "Anders-Sein" bekannte er sich in seinen Worten und führte seine frühe Erfahrung als Flüchlingskind und die Schulzeit in Holland als vermutliche Ursache dafür an. So konnte er in jungen Jahren erfahren, dass man "in der Fremde zum Vertrauten" werden kann. Seine Abneigung gegen die Fremdsprache Englisch wich erst mit der Begeisterung für attraktive Lehrerinnen, konkret: "the assistant teacher from York", meinte er erheiternd und "erst da mutierte Englisch vom Lernfach ins Mittel für Kommunikation". Die Regierungsschuldirektorin Heidrun Placek-Hölzle hatte zuvor, beim Rückblick auf die Vita des "einst sehr lebhaften und heiteren Schülers", aus dem Abiturzeugnis zitiert. SchAD Christian Wunsch konterte, dass er als heutiges Schulkind vermutlich mit Ritalin vollgepumpt würde.


Unserer Schule zur besonderen Ehre gereichte, dass SchAD Wunsch auch bei seinem Abschied deutlich machte, wie er unsere Deininger Methoden und eigenständigen Wege sehr genau beobachtet hatte und ausdrücklich für gut fand. Zur heute sehr wichtig genommenen Quantifizierung und Evaluation meinte er, dass es grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden gebe und sie auch wichtig sei, jedoch - wer glaubt, "dass eine stimmige Zahl auch stimmige Verhältnisse widerspiegelt, der irrt". Ebenso wenig hält er davon, dass wir in unserer Zeit durch die Umstände gezwungen werden, alles justiziabel zu machen und noch weniger von der heute sehr verbreiteten Larmoyanz. "Wenn du jammerst, hilft dir keiner. Nur einer freut sich, dein Feind". Stattdessen empfiehlt es sich, vieles mit Humor zu nehmen, meinte der erfahrende Schulmann.
Der Chef des Schulamtes, Dieter Lang, übergab ein Geschenk der Bediensteten im Schulamt. In seinen Worten zeigte er die Orte der Begegnung mit Christian Wunsch vor seinem Einzug in Schulamt auf.
<em>links: Dr. Wolfgang Bub, ev. Dekan, rechts: Ursula Schroll, Personalratsvors.</em>
links: Dr. Wolfgang Bub, ev. Dekan, rechts: Ursula Schroll, Personalratsvors.
Nach der Repräsentantin der Regierung, RSchD Placzek, sprachen Landrat Löhner, Vertreter der Kirchen und des Personalrats.
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