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Stärkenorientierung

Nicht immer nur den Defiziten nachjagen! Statt der Aufholjagd in Mathe erst einmal die Stärken des Schülers suchen. Daran das Selbstbewusstsein wachsen lassen. Gehirnforschung sagt: So werden neuronale Netze aufgebaut. Dann geht es vielleicht auch mit Mathe vorwärts.


Auf die Stärken kommt es an:
Zehn Realschulen gehen im Unterricht neue Wege


Die Stiftung Bildungspakt Bayern, (... hat) einen neuen Modellversuch gestartet: „KOMPASS – Kompetenz aus Stärke und Selbstbewusstsein an oberbayerischen Realschulen“. Zehn Realschulen entwickeln neue Unterrichtsmodelle, die eine noch bessere individuelle Förderung jedes einzelnen Schülers im Blick haben. Das Besondere an dem Konzept ist der innovative Ansatz: Bei „KOMPASS“ werden die Stärken einer Schülerin bzw. eines Schülers hervorgehoben, um sie oder ihn so zu motivieren, noch bessere Leistungen zu erzielen.

(...) In dem Modellversuch erarbeiten die Projektschulen unterschiedliche Handlungspläne. Im Kern geht es darum, die individuellen Stärken eines Schülers zu entdecken, um dann ein persönliches Stärkenprofil zu erstellen. In einem weiteren Schritt werden die festgestellten Stärken gezielt gefördert – auch mit Blick auf die spätere Berufswahl.

Das Selbstwertgefühl der Schüler, Formen der Leistungsüberprüfung und das Lernklima sind – neben der fachlichen Qualität des Unterrichts – wesentliche Einflussfaktoren auf den Unterrichtserfolg. „Bildungspolitisch ist es interessant, ob und wie es gelingen kann, die Kultur von Schulen zu verändern. Und zwar dahingehend, dass die positiven Kompetenzen und Stärken von Schülerinnen und Schülern deutlicher als bisher im Mittelpunkt des unterrichtlichen Handelns stehen“, betonte Frau Prof. Dr. Annette Scheunpflug von der Friedrich-Alexander Universität Erlangen- Nürnberg, die die Aufgabe der wissenschaftlichen Begleitung des Modellversuchs übernommen hat.

(...) Die zehn Projektschulen arbeiten in drei Arbeitsfeldern. Ein wichtiger Baustein ist die Lehrerfortbildung, die in Zusammenarbeit mit dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm durchgeführt wird. Mit Hilfe aktueller wissenschaftlicher Forschung werden die Lehrkräfte dabei unterstützt, die Stärken eines Schülers noch besser zu erkennen und individuelle Förderstrategien zu erarbeiten. Im zweiten 3 Arbeitsfeld Unterrichtsentwicklung geht es u. a. um neue Modelle der Unterrichtsorganisation. Dabei sollen auch der künstlerische, sportliche oder soziale Bereich mit einbezogen werden, die im Arbeitsfeld 3 unter „Plus“-Modelle aufgeführt sind.

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