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Grundschule und Mittelschule Deining

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Netzwerkbildung und Wissensteilung

Wohin geht die informationstechnische Entwicklung? Diese und weitere Fragen waren Gegenstände des Kongresses "Netzwerkbildung und Wissensteilung", zu dem der Schulleiter am Freitag, 25.01. bis Samstag, 26.01.08, nach Dillingen gereist war. Prof. Dr. Beat Doebeli Honegger räumte mit dem Vorurteil auf, dass die IT-Bildung quasi nur eine Generationenfrage wäre, die sich dadurch von alleine erledige, weil die heutigen Kids in der digitalen Welt aufgewachsen wären.



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"0 von 16 Erstsemestern (seiner immerhin Computer orientierten Fakultät) haben eine Ahnung", so der Züricher Professor, "was ein Weblog ist, was ein Wiki ist, wie Google Geld verdient, wer in Wikipedia Artikel schreibt. Und auf die Frage, ob ein Bildbearbeitungsprogramm installiert ist, erhält man die Gegenfrage, ob man dafür auf das PDF-Icon klicken müsse". Nicht "digital natives" sondern "digital naives" würden heranwachsen.


Deininger Lehrkräfte wissen das seit Jahren und tun ihres zur hausinternen Weiterbildung der jungen Kolleg(inn)en. Die meisten verschließen sich nicht und kaum ein Kollege, der in seiner Deininger Zeit durch die Mitarbeit im Team nicht erhebliche Kompetenzsteigerungen zum Thema erfahren hat. Darüber hinaus liegt uns sehr viel an der Zusammenarbeit "Schule & Wissenschaft", einem wichtigen Anliegen, das auch der Kongress aufgegriffen hat.

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Beim Abschlussgespräch auf dem Podium: Prof. Baumgartner, Uni Krems, Österreich (2.v.l.) und der schweizer Prof. Döbeli Honegger (rechts). Dritte von links ist Sabine Huber, Lehrkraft einer Notebook-Klasse und links im Bild der Admin des Lehrer-Blogs Herr Rau, Thomas Rau.

<em><blockquote><p> Die Tagung wurde mit allen Teilen protokolliert und aufgezeichnet - Klick Bild > Downloadseite</p> </blockquote></em>

Die Tagung wurde mit allen Teilen protokolliert und aufgezeichnet - Klick Bild > Downloadseite

Die Tagung war ein Kooperationsprojekt zwischen dem Institut für Medien und Bildungstechnologie (imb) der Universität Augsburg (Tagungsleitung: Prof. Dr. Gabi Reinmann) und der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) (Tagungsleitung: Johannes Böttcher, M.A., IR).

Klick auf Bild > Zeitschrift e-Learning
Klick auf Bild > Zeitschrift e-Learning

Prof. Peter Baumgartner, neben Prof. Gabi Reinmann Herausgeber der Zeitschrift e-Learning; rechts - kleines Bild Herbert Jancke,

www.mister-wong.de
www.mister-wong.de

Was ist "Social Software"?
(frei zusammengefasst nach
Prof. Baumgartners Beitrag in Dillingen)

Mit WEB 2.0 liegt der Schwerpunkt im Internet nicht mehr auf der Vernetzung der Inhalte (vgl. bei WEB 1.0 mit den Hyperlinks), sondern auf der Vernetzung von Personen mit ihren spezifischen Interessen. Anders als bei der bekannten Groupware, wo die Personen geschlossen und organisatiorisch vorstrukturiert kommunizieren, lässt "social software" Kommunikation für sozial flüchtige und überlappende Teilnehmer zu, die aufgrund der Interessen und Aktivitäten einander zugehörig sind - Selbstorganisation.  Die Gruppe macht etwas gemeinsam, bewertet z.B. Artikel und sorgt so für ein Ranking der Wichtigkeit. Der Fokus des Interesses liegt also erst in zweiter Linie auf der Information und richtet sich mehr am Kontext aus, am Netzwerk der Interessierten. Es kommt eine kritische Masse zusammen, die durch Aktivitäten einheitliche Trends herausbilden. Ein kleines Beispiel sind die WEB-Räume wie "Bei-uns.de", die von unseren Schülern gerne aufgesucht werden.

Für die Themen gibt es keine eindeutige Kategorisierung, keine eindeutigen Verzeichnisse, sondern durch "social tagging" entstehen sogenannte "tag-clouds", einer Visualisierung der besonders häufig verwendeten Begriffe durch vergrößerte oder besonders hervorgehobene Schriftzeichen. Auf diese Weise entsteht eine Art "knowledge-management".

 

<em>CSUnity</em>
CSUnity
Die Münchner Abendzeitung vom Mi, 30.01.2008, berichtete gar auf Seite 2, dass die CSU am Vortag nun "Vom weißblauen Sofa zur CSUnitiy" gewechselt sei und unter Nutzung von WEB 2.0 leger und modern auftrete. Zitat: "Erwin Huber ist der Freund von Christine Haderthauer, und beide sind sie Freunde von Günther Beckstein". Alle Interessierten können ihr Profil einstellen und miteinander kommunizieren, ein virtueller Stammtisch. Für Mitglieder gibt es zusätzliche Informationen, wie bei der Homepage unserer Schule. Zum interaktiven Erlebnis gehörte, so die AZ, natürlich auch ein Video-Podcast (Videofilmchen zum Runterladen). Damit folgt die bayerische Partei dem Vorbild unserer Schüler, die seit weit über einem Jahr z.B. auf "bei-uns.de" derart miteinander im Kontakt stehen.


Mobile Learning

Beim Thema „Mobile Learning“ sollten sich die Gedanken um das „Lernen mit mobilen Computern“ bewegen – also von Notebooks bis PDAs, Handys und iPODs, die immer noch kleiner und noch preiswerter werden und die wir in zwei Jahren als Spielzeug in nahezu jedem Kinderzimmer vorfinden können.

Der Züricher Prof. Döbeli Honegger brachte die Lacher auf seine Seite, als er den Begriff „Mobile“ jedoch mit den in Kinderzimmern bevorzugt aufgehängten Mobiles verband und daran nachfolgend seine didaktischen Perspektiven für das Lernen mit mobilen Computern entwickelte. Zunächst fragte er die Zuhörer, wer denn bereits so ein Ding in der Wohnung aufgehängt habe, um die Betreffenden sogleich als „Leuchttürme“ zu loben.
<em>einmal von der Seite, dann von unten</em>
einmal von der Seite, dann von unten
So anschaulich wie erhei- ternd war auch sein Bei- spiel, in dem er deutlich machte, was manchmal über noch so eindrucksvolle didaktische Effekte beim Kind ankommt. Seine Präsentation zeigte das Foto eines Mobiles aus der Perspektive des Erwachse- nen (Bild 1) und nachfol- gend aus der Perspektive des Kleinkindes vom Bettchen aus (Bild 2). „Was beim Kind ankommt, ist dann nicht so wahnsinnig viel“, meinte der Professor, „die Dinge verkaufen sich aber gut, weil Entschei- dungsträger dann doch nicht so
weit in die Tiefe gehen". 

"Es empfiehlt sich also auch bei Mobile Learning, selber bessere Systeme zu entwickeln", meinte der Referent und begann sogleich, sich mit chinesischen Essstäbchen, der didaktischen Struktur also, ein Mobile Learning Objekt selbstgemacht und wiederverwendbar zu basteln.
Einen Vorteil hat die Entwicklung der Hardware: Wir brauchen in den Schulen nur noch das W-LAN und die Lernanwendungen vorzuhalten, denn die Geräte bringen die Kids selber von zu Hause mit. Und es hat sich noch kein Kind beschwert, dass das Display am Gameboy zu klein gewesen wäre. Demnach reicht es auch fürs Lernen.

Auch die negativen Begleiterscheinungen wollte Prof. Döbeli Honegger nicht verschweigen. Das Medium wird nicht die Welt retten, aber - und dabei zitierte er Alan Kay - es ist besser als Fernsehen, weil die Lernenden aktiviert werden selber etwas zu tun. Weitere Bedenken trug der Referent nach Oettinger vor: das Problem, wenn die Kinder daran hängen bleiben, nicht mehr raus wollen oder wenn die Kids mehr wissen als die Lehrpersonen und wie bringen wir Lehrpersonen dazu, sich darauf einzulassen? Doch Alan Kay und Öttinger hätten dies bereits Ende der 1960er bzw. in den frühen 1970er Jahren schon gesagt, als es noch nicht mal PCs gab und der Referent gerade auf die Welt gekommen war.

Beim Thema WEB 2.0 gehen unsere Überlegungen in Richtung Erhebungen und Schülerbeobachtung (Klick auf Graphik oben).Dass wir seit langer Zeit in Richtung Mobile Learning und Mobile Tools denken, zeigen unsere Überlegungen zum Probenblatt und zur Probenauswertung auf MDA oder Palm (weitere Info - Klick auf Graphik).
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