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7. Klasse Praktikum im BTZ

Diese Woche fahren unsere Schüler der 7. Klasse zusammen mit ihrem Klassenlehrer, Herrn Pöppl, täglich nach Neumarkt ins Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Niederbayern•Oberpfalz. Sie lernen unter der Anleitung von Ausbildern des BTZ verschiedene Berufsfelder kennen. Die Maßnahme ist Teil unserer Bemühungen, mit der Berufsorientierung früher zu beginnen und wurde zusammen mit dem Bildungswerk der Handwerkskammer entwickelt. Herr Greck, Frau Haagen-Schimbera und Herr Palmer haben den Kollegen und die Schüler besucht.

Was wir an welchem Tag in welchem Berufsfeld kennen gelernt haben, folgt hier:

Montag:
Nach der Begrüßung und einer Führung durch die Werkstätten durch den Leiter des BTZ, Herrn Alfred Greser, machten die Buben Bekanntschaft mit dem Berufsfeld Metall.
Herr Schmirler stellte uns verschiedene Metallarten vor, dann ging es an den Bau eines Zettelkastens aus 0,8 mm starkem Stahlblech. Das Anreißen und Ausschneiden mit der Blechschere war gar nicht so einfach, doch am Ende hatte jeder ein tolles Werkstück gefertigt. Später arbeiteten wir mit Frau Lang im Berufsfeld Holz und lernten dort den richtigen Umgang mit der Feinsäge und fügten zwei Holzstücke mit einer gestemmten Zapfenverbindung zusammen. Ebenso lernten die Mädchen beim Friseurmeister Eibeck, wie man Haare richtig kämmt und Lockenwickler richtig eindreht. Am Nachmittag waren die Mädchen mit dem Berufsfeld Metall dran. Wir bauten auch noch ein Geduldspiel, indem wir Kupferdrähte entsprechend verbogen. Ebenso stellten wir ein kleines Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel her.

Dienstag:
Heute standen die Bereiche Büro, Holz, Friseur und Farbe auf dem Plan. Frau Kreuzpointner und Frau Lautenschlager, die Sekretärinnen des BTZ, erklärten den Buben alles rund ums Büro. Ohne Computer wäre es unmöglich alles zu organisieren und zu bearbeiten. Der Postversand mit Outlook, die Bedienung des Telefons, die geordnete Ablage der Schriftstücke erfordern viel Organisationstalent. Das Wichtigste: Immer freundlich sein! Im Computerraum schrieben wir einen Brief mit dem Betreff „Adressänderung“ und machten noch einen Einstellungstest.
Frau Lang, die Zimmerermeisterin, fertigte mit den Mädchen zunächst die o. g. Zapfenverbindung und dann noch einen "Knoten" aus Holz an. Das sind 6 Holzleisten, die wir über die Kante zweimal schräg einsägten und dann zusammenfügten.
Beim Friseurmeister Eibeck flochten wir heute einen Mozartzopf, machten eine Typbestimmung, lackierten Fingernägel und lernten, wie man sich schminkt.
Bei Herrn Rieger im Berufsfeld Farbe lernten die Buben die verschiedenen Tätigkeitsbereiche eines Malers und Lackierers kennen. Dann entölten wir einen aus Eisenblech gestanzten Elefanten, grundierten ihn mit Rostschutzfarbe und malten ihn nach unseren Vorstellungen an.

Mittwoch:
Heute machten die Mädchen die Farb-Erfahrungen wie am Dienstag die Buben.
An einem Modellfahrzeug zeigte Herr Dümler im Bereich KFZ am Vormittag den Mädchen und am Nachmittag den Buben die wichtigsten Teile eines Autos. Wir erfuhren auch Einiges über die Arbeitsweise eines Motors und wir durften die Reifen eines Autos wechseln.
Das Berufsfeld des Friseurs (s. o.) durften heute die Buben erleben. Drei davon ließen sich sogar ihre Fingernägel lackieren!

Donnerstag:
Das Berufsfeld Bau interessierte alle. Wir legten unter der Anleitung von Frau Schneider, einer Maurermeisterin, ein Verbandmauerwerk auf dem Boden aus. Später entstand mit etwas größeren Steinen ein Mauerwerk in dem die Steine mit Mörtel aus Sand und Kalk verbunden wurden. Ebenso erfuhren wir alles über die verschiedenen Formate der Steine. Am Schluss mussten wir unsere Mauern leider wieder einreißen und alles wieder sauber machen. Herr Burger erklärte den Buben, wie eine Ausschaltung mit Schutzkontaktsteckdose funktioniert. Wir lasen das Schaltbild und versuchten die Schaltung auf dem Brett nachzubauen. Außerdem wissen wir jetzt, welche Bedeutung die Farben der Drähte im Stromkabel haben. Die Mädchen absolvierten heute das oben näher beschriebene Büroprogramm.

Freitag:
Heute waren noch einmal die Berufsfelder Elektro und Metall an der Reihe. Jeweils die andere Gruppe war mit dem Schaltbild oder dem Kupferdrahtbiegen bzw. dem Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel dran. Zum Schluss bogen wir noch alle gemeinsam die bemalten vorgestanzten Elefanten aus Eisenblech, die als Stiftehalter dienen können. Schließlich bekam noch jeder Schüler und jede Schülerin eine Teilnahmeurkunde überreicht.


Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Handwerkskammer in Neumarkt, bei Herrn Greser und seinen Mitarbeitern, für die interessante und lehrreiche Woche, in der wir viel über die Handwerksberufe erfahren konnten. Es war eine hervorragende Möglichkeit herauszufinden, welcher Beruf uns interessieren und Freude machen könnte. Einige von uns sind der Berufswahlentscheidung auf diese Weise wieder ein kleines Stück näher gekommen. Wir kommen im nächsten Jahr gerne wieder!


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