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So diskutiert die Regierungspartei |
Bilder: Die Delegierten in Augsburg, Thomas Goppel Bildungsminister (Wissenschaft) und Sigfried Schneider, Kultusminsiter (Schulen); Transparent zum Motto des Parteitages
Obwohl die Journalisten während des Augsburger Parteitages vor allem das Verhältnis von CDU und CSU und von Merkel und Stoiber interessiert und das Hauptthema nur spärlich in den Medien aufgegriffen wird, sind für uns die Aussagen des Leitantrages wichtig.
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| dazu "von A. Fischer entdeckt" |
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Die CSU ist in Bayern die Regierungspartei. Was sie auf Parteitagen diskutiert, die unter dem Motto "Bildung" stehen, muss uns interessieren, weil es vermutlich so kommt. Es geht hier also keineswegs um Schleichwerbung, sondern um die "äußeren" Parameter, die Schulentwicklung mindestens genauso beeinflussen, wie die inneren. Um jeglichen Verdacht parteipolitischer Betätigung abzuwehren, kommen unten die Verbände und andere Parteien zu Wort.
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Die CSU stellte ihren Parteitag in Augsburg unter das Motto Bildung. Sie beschloss auf dem Parteitag am Freitag, 13.10.2006, die Bildungspolitik zu einem Kernthema zu machen. Auszüge aus dem Leitantrag:
Für die CSU steht die Chancengerechtigkeit im Mittelpunkt der Politik. Chancen schaffen ist die beste Sozialpolitik. Chancen schaffen trägt mehr bei zum gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalt als immer weiter ausgreifende Umverteilung. Wir wollen allen Kindern gute Startbedingungen für das Leben geben und die Zukunftsaussichten jedes Einzelnen verbessern. Wir wollen alle Kinder entsprechend ihren Fähigkeiten und ihren Neigungen bestmöglich unterstützen. Wir fördern Schwächere und Stärkere gleichermaßen. Wir wollen die Menschen in Bayern zu Gewinnern im weltweiten Wandel machen. Christlich-soziale Politik heißt: Beste Chancen für alle durch beste Bildung für alle.
So sollen an den Schulen verstärkt Werte vermittelt und die Liebe zur Heimat gestärkt werden. Außerdem setzt sich die CSU für Tugenden wie Disziplin und Höflichkeit ein.
Ferner beinhaltet der Antrag das Ziel, die Sprachförderung der Kinder im Kindergarten zu intensivieren und die neuen besoldungsrechtlichen Möglichkeiten durch die Föderalismusreform dafür zu nutzen, „eine stärker leistungsorientierte Besoldung zu ermöglichen und so pädagogische Berufe attraktiver zu machen“.
Unter der Überschrift "Qualifizierte Ganztagesangebote an Schulen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf" stellt der Leitantrag fest: "Viele Familien brauchen qualifizierte Ganztages- angebote an Schulen, um Erziehung, Familie und Beruf in Einklang bringen zu können. Eine Betreuung in Ganztagesschulen fördert vor allem auch die Integration ausländischer Schülerinnen und Schüler. Wir wollen bis 2008 1.000 offene und 100 gebundene Ganztagesschulen einrichten. Wir wollen einen verlässlichen Unterricht an den Grundschulen bis 12:00 Uhr mittags sicherstellen, um die Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder zu entlasten. Wir wollen die Mittagsbetreuung an den Grundschulen noch weiter ausbauen, um die berufstätigen Eltern zu entlasten und die schulische Förderung zu verbessern.
Im Rahmen des Investitionsprogramms Zukunft Bildung und Betreuung (IZBB) sind zahlreiche viel versprechende Anträge eingegangen, die nicht mehr bedient werden können, weil die Mittel des Bundesprogramms ausgeschöpft sind. Wir wollen diese Projekte im Rahmen der Möglichkeiten mit bayerischen Mitteln fördern.
Unter der Überschrift "Kein Abschluss ohne Anschluss" wird festgehalten: "Wir wollen den Schülerinnen und Schülern mit Berufsausbildung und mit mittlerem Bildungsabschluss einen eigenständigen Weg zu den Hochschulen als Alternative zum Gymnasium noch leichter machen. Wir wollen die Fach- und Berufsoberschulen zu einer neuen beruflichen Oberschule zusammenführen, um flächendeckend einen effektiven und schnellen Zugang zu weiteren Anschlüssen zu ermöglichen."
Unter "Beste Bildung im ländlichen Raum" heißt es: Wir wollen ein wohnortnahes und differenziertes Unterrichtsangebot mit hoher Qualität auch bei einem Rückgang der Schülerzahlen aufrechterhalten. Familien brauchen Grundschulen vor Ort gemäß dem Motto „kurze Beine – kurze Wege“ und wohnortnahe Hauptschulen. Dazu wollen wir alle Möglichkeiten in Betracht ziehen, wie z. B. Entscheidungen vor Ort über die Schulstandorte und die Einrichtung jahrgangskombinierter Klassen oder Schulverbünde zur effektiven Verwaltung. Um die personellen und finanziellen Ressourcen bestmöglich einzusetzen, sind auch Schulverbünde mit mehreren Standorten zu ermöglichen, die von einer Schule aus geleitet und verwaltet werden. Eine enge Zusammenarbeit der Kommunen bei der Entscheidung über die Bildung von Schulverbünden und Schulstandorten ist dabei von entscheidender Bedeutung. Für jede Schulregion stellen wir darüber hinaus ein wohnortnahes Angebot eines mittleren Abschlusses sicher.
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Mit Blick auf die durch Markierungen hervorgeho- benen Textstellen des Leitantrages stellt der Schulleiter fest: Die Volksschule Deining wird den Anforderungen des Leitantrages mehr als gerecht. Wir verfügen jetzt schon über eine überdurchschnittliche Qualität individueller Fördermöglichkeiten und berücksichtigen durch unsere musisch- künstlerische Ausrichtung und Ausstattung Fähigkeiten und Neigungen der Schüler. Der Leistungsdruck in den 3. und 4. Klassen wird durch Fördermaßnahmen mit Erziehern und Sozialpädagogen für schwächere Schüler spürbar gemindert, leistungsfähige Schüler und deren Eltern werden mit der „AG Übertritt“, mit nachmittäglichen M-Förderungen und damit auch bei der Schullaufbahnentscheidung unterstützt. Preise, Auszeichnungen, Orientierungsarbeiten und Jahrgangsstufentests bestätigen unser Handeln.
Nicht nur durch die musisch-künstlerische Prägung, durch die besondere Medienkompetenz und ehrenamtliches Engagement der Lehrkräfte, sondern auch durch hohe Praxisorientierung (nicht nur in der 8.Kl 20% der Unterrichtszeit), durch thematische Crash-Wochen, durch BOK/Quali-Go und vor allem durch unsere Pädagogik mit einem gemäßigt konstruktivistischen Ansatz und in Kombination mit dem "Förder- und Freizeitplan" erreichen wir für viele Schüler ein sehr ordentliches Maß an Wertvermittlung.
Eine stärker leistungsorientierte Besoldung würden wir sehr begrüßen. Sie wird aber nur dann gelingen, wenn nicht Proporz und Kontingentdenken oberstes Prinzip sind.
Die Qualität unseres Mittags- und Ganztags- angebotes ist bundesweit anerkannt. Wir sind bestens gerüstet, gerade weil wir wissen, dass es weniger um die zeitliche, als um die erziehliche Entlastung der Eltern geht und die schulische Förderung entscheidend verbessert werden kann.
Die Schule wies in einer frühen Phase den Sachaufwandsträger auf die IZBB-Mittel hin und erklärte sich bereit, ihn - durch ein unvergleichbar hohes Engagement der Lehrkräfte - von den entscheidenden organisatorischen und verwaltungstechnischen Aufgaben zu entlasten, wenn er einen sanierungsbedürftigen Gebäudeteil bei 90%-iger Förderung umgestaltet. Gleichzeitig hat die Schule ein Konzept vorgelegt, das es der Gemeinde ermöglichte, den Eigenanteil zur Förderung des Betriebes überschaubar zu halten. Die Gemeinde hat dies rechtzeitig aufgegriffen und mit ihrer Unterstützung eine in die Zukunft weisende Entscheidung getroffen, wie die Positionen aller demokratischen Parteien zeigen. Welch Glück, dass wir früh dran waren!
Kein „Abschluss ohne Anschluss“ ist seit einigen Jahren das Motto unserer Hauptschulpädagogik. Selbst bei der individuellen Lehrstellensuche werden Schüler durch die Schule unterstützt. Der Schulleiter selbst hat sich in der Landeselternvereinigung für die künftigen „beruflichen Oberschulen“ eingesetzt. In der Neumarkter FOS sind – anders als an anderen Fachoberschulen - auch M-Schüler nicht chancenlos.
Schulverbünde zur Erhaltung von Hauptschul- standorten sind die zweitbeste Lösung. Es fließt aber zu viel Geld in Schülertransportkosten und in die Dieseltanks der Busunternehmer. Besser ist die in der Grundschule bereits akzeptierte Einrichtung jahrgangsübergreifender Klassen auch in der Hauptschule. Unsere Lernwerkstattidee ist dafür wie geschaffen und gebietet ohnehin äußere und innere Differenzierung. Wenn der staatliche Anteil an den Schülertransportkosten in die Lehrbetrieb und der kommunale Anteil in die Nachmittags- Pädagogik fließen könnten, hätten wir ein Versorgungsproblem weniger. Ein handlungsorien- tierter, projektbezogener und nicht auf die musisch-praktischen Fächer beschränkter praktischer Unterricht kann viele fachlichen und jahrgangstypischen Hürden nehmen.
Heinz Lang, R
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Obwohl das Hauptthema Bildung ist (Bild links: Gesprächsarbeitskreis in Augsburg), interessieren sich die Medien besonders für Bundespolitik.
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Verbände mit Aussagen zur Bildung - Klick auf Bild!
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Das sagt die Oppostion |
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Die Kinderbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion und familienpolitische Sprecherin der bayerischen SPD-Landesgruppe Marlene Rupprecht kritisiert, dass der CSU-Vorstand die Forderung nach einem kostenfreien letzten Kindergartenjahr aus ihrem Antrag für den Augsburger Parteitag gestrichen hat.
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Die_Grünen: Zu_viele Kinder verlassen die Schule ohne Abschluss; zu wenige haben die Chance aus dem Teufelskreis der Bildungsarmut auszubrechen. Zu viele Kinder müssen eine Klasse wiederholen, zu wenige erreichen trotz guter Leistung das Abitur. Zu viele Kinder sitzen in zu großen Klassen, zu wenige werden individuell gefördert. Zu viele Potentiale werden vergeudet. Insbesondere Migrantenkinder sind die Verlierer in Bayerns Schulen. Ob jemand Zugang zu guter Bildung hat, hängt entscheidend von der sozialen, regionalen und familiären Herkunft ab und weniger von den Talenten und Fähigkeiten.
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Als_eine_„vergebene Chance zur echten Familienförderung“ hat die bayerische FDP am Dienstag das Nein des CSU-Vorstands zu einem kostenfreien letzten Kindergartenjahr bewertet. Die FDP-Bildungsexpertin Renate WILL (Baldham) betonte, dass die Staatsregierung mit einer solchen Maßnahme „wirklich etwas für die bayerischen Familien“ hätte tun können. 2006-10-15 lg
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weitere KM Informationen
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